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Beitrag von
Beachmaus (10 Beiträge) am Dienstag, 7.Februar.2012, 12:22.
Re: Sorge um die Kinder
Liebe Maggie,
ich wünschte ich wüsste ein Rezept, wie man diese Verlustängste in den Griff bekommt. In den letzten 10 Jahren musste ich fast jährlich einen geliebten Menschen gehen lassen, inzwischen sind nur noch meine beiden Geschwister übrig. Der schwerste Verlust war definitif der meines Mannes...aber mit jedem einzelnen Verlust ist meine Verlustangst größer geworden und steigt inzwischen im Grunde ins Unermessliche... Leider hab ich auch noch kein Mittel gefunden es in den Griff zu bekommen. Ich möchte nicht, dass diese Angst meinen Alltag bestimmt, aber leider kann ich NOCH nichts dagegen tun... ich kann dir nur sagen, dass diese Ängste wohl normal sind. Sie sollten aber nicht Überhand gewinnen.. glaub mir, die Theorie ist einfach, aber die Praxis...
Ich wünsch dir viel Kraft und falls du ein Mittel gefunden hast, lass es mich wissen.
LG, Nadin
Dein Beitrag:
Beitrag von
MaggieMae (34 Beiträge) am Dienstag, 7.Februar.2012, 09:45.
Sorge um die Kinder
Heute früh ist mein ältester Sohn in den Urlaub nach Thailand geflogen. Er hat in den letzten Jahren schon viele Reisen in fremde Länder unternommen und natürlich ist man immer besorgt gewesen, dass er gut hin und auch wieder zurück kommt. Aber diesmal, das erste Mal seit dem Tod meines Mannes, ist es noch viel schlimmer für mich. Ich mache mir tausend Gedanken, was passieren könnte, meine Verlustängste sind viel stärker geworden.
Ich habe schon gleich nach Rolfs Tod bemerkt, dass ich anfing mich an meine erwachsenen Söhne zu klammern und habe sofort gegengesteuert. Eigentlich ist es mir dann auch gut gelungen, aber jetzt sitze ich hier und wünschte, mein Sohnemann wäre schon wieder zu Hause. Es hat mich vorhin extrem viel Kraft gekostet, es mir nicht anmerken zu lassen, wie groß meine Ängste sind.
Wie ist das bei euch, erging oder ergeht es jemandem ähnlich? Und lassen diese Ängste irgendwann wieder nach?
Liebe Grüße und schon mal im Voraus danke für eure Antworten,
MaggieMae
Beitrag von
Beachmaus (10 Beiträge) am Dienstag, 7.Februar.2012, 12:22.
Re: Sorge um die Kinder
Liebe Maggie,
ich wünschte ich wüsste ein Rezept, wie man diese Verlustängste in den Griff bekommt. In den letzten 10 Jahren musste ich fast jährlich einen geliebten Menschen gehen lassen, inzwischen sind nur noch meine beiden Geschwister übrig. Der schwerste Verlust war definitif der meines Mannes...aber mit jedem einzelnen Verlust ist meine Verlustangst größer geworden und steigt inzwischen im Grunde ins Unermessliche... Leider hab ich auch noch kein Mittel gefunden es in den Griff zu bekommen. Ich möchte nicht, dass diese Angst meinen Alltag bestimmt, aber leider kann ich NOCH nichts dagegen tun... ich kann dir nur sagen, dass diese Ängste wohl normal sind. Sie sollten aber nicht Überhand gewinnen.. glaub mir, die Theorie ist einfach, aber die Praxis...
Ich wünsch dir viel Kraft und falls du ein Mittel gefunden hast, lass es mich wissen.
LG, Nadin
Beitrag von
Perdita (18 Beiträge) am Dienstag, 7.Februar.2012, 12:27.
Re: Sorge um die Kinder
Hallo MaggieMae,
ich kann Deine Sorgen und Ängste sehr gut verstehen, denn mich begleiten Sie auch ständig. Manchmal denke ich dann, das Schicksal kann nicht so brutal sein und nochmal zuschlagen. Dann gibt es aber wieder Phasen, wo ich ich ständig Gefahren "wittere". Das war sicherlich schon vor dem Tod meines Partners so, die Angst hat sich aber danach noch mehr gesteigert.
Ich versuche meine Ängste auch weitestgehend vor ihr zu verbergen, da ich möchte, dass Sie unbeschwert Ihr Leben geniesen kann und nicht noch meine Sorgen mit sich trägt. Sie hat bereits einige Verluste in ihrem Leben erfahren und konnte nie so unbekümmert sein wie bspweise ihre Freunde. Dennoch bitte ich Sie bei längeren Fahrten/Urlaube sich bei mir kurz zu melden, und sei es nur eine kurze sms. Das hilft ein wenig.
Unsere Urangst, dass unseren Kindern etwas zustoßen könnte werden wir wohl nie ganz verlieren:)
Liebe Grüße Perdita
Beitrag von
Ylvi (130 Beiträge) am Dienstag, 7.Februar.2012, 15:07.
Re: Sorge um die Kinder
Hallo MaggieMae, ich kann dich sehr gut verstehen. Habe ich doch auch einen heranwachsenden Sohn, der früher oder später hier seine Koffer packen wird und sein Leben, mit allem was dazu gehört, selbst in die Hand nimmt. Das ist auch gut so! Wir müssen unsere Kinder ziehen lassen - so wie unsere Eltern uns ziehen ließen. Ich denke oft daran, was ich in jungen Jahren erlebt habe bei abenteuerlichen Urlauben - weit weg von Zuhause. Angst und Bange wird mir, wenn ich daran denke wie ich mit Mitte 20 mit meinem Mann in Senegal unterwegs war und mir überlege, dass dies auch meinen Kindern widerfahren könnte. Andererseits darf ich ihnen das auch nicht vorenthalten, meine Angst wird aber immer da sein. Das betrifft aber sicher nicht nur uns verwitwete Eltern sondern alle Eltern. Wir dürfen unser Vertrauen in das Leben nicht verlieren :-)
Beitrag von
Jasmin2 (198 Beiträge) am Mittwoch, 8.Februar.2012, 09:06.
Re: Sorge um die Kinder
Hallo, MaggieMae, ich kann deine Verlustängste natürlich auch total gut nachvollziehen, habe aber für mich entdeckt, dass es mir hilft, mich vorwiegend - soweit möglich - mit positiv stimmenden Dingen und Gedanken zu beschäftigen, d.h. keine Krimis, nicht täglich die Schreckensnachrichten der Tagesschau, dafür eher lustige Bücher, Filme, heiter gestimmte Musik wie Mozart, Menschen, mit denen ich lachen kann etc. - viele Kleinigkeiten, die zusammen genommen eine Veränderung erbracht haben. dazu kann ich berichten, dass ich im Rahmen eines Klinikaufenthaltes Biofeedback kennengelernt habe, wobei eindeutig messbar unsere Gedanken körperliche Parameter wie Muskelspannung, Gefäßspannung, Körpertemperatur etc. beeinflussen. Es war total beeindruckend! Wir dürfen uns vor unseren positiven Möglichkeiten und Chancen nicht abschotten und verschließen, d.h. so wie wir die Trauer zulassen müssen, gilt es auch für die positiven Momente.
Alles Liebe für dich und deine Söhne, Jasmin
Beitrag von
nikodeon (7 Beiträge) am Mittwoch, 8.Februar.2012, 10:12.
Re: Sorge um die Kinder
Hallo Magie Mae,
ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Ich selbst muss morgen in aller früh für zwei Tage auf Geschäftsreise. Die Kinder habe ich bei Freunden untergebracht. Sie freuen sich sehr über die Abwechslung. Es ist das erste mal, dass ich länger verreise seit meine Frau gestorben ist. Ich überlege ständig Ausreden um doch noch zuhause bleiben zu können. Denke aber, ich muss da irgendwie durch. Freue mich aber schon sehr auf Freitag und das Wochenende zusammen.
Grüsse, nikodeon
hallo Deine Ängste werden Dich sicher immer begleiten, mein mann ist seit fast 8 jahren tot,ich hatte zudem zeitpunkt 4 kinder im alter von 12,11,7,5 und auch ich hab mich an meine kinder geklammert,das war in dem moment das was mir geblieben ist und die mich brauchten, mein großer ist nun 20 jahre und ausgezogen wegen der lehre und ganz ehrlich meine Angst ist auch wieder da. lg reny
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