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Beitrag von
RalliD (16 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 18:51.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Hallo, bis vor 2 Monaten habe ich mich (katholisch getauft, gefirmt etc.pp) alt Atheist bezeichnet. Durch die Krankheit meiner Frau und die Geschehnisse seit ihrem Weggang hat sich viel geändert.
Von der Institution Kirche mit welchem "Gott" auch immer bin ich meilenweit entfernt. Gäbe es einen Gott sollte er sich schämen meiner Frau dass angetan zu haben.
Woran ich aber fest glaube ist, dass wir Menschen eine Seele haben, die, nachdem ihre Hülle, der Körper nicht mehr funktioniert, sich einen neuen Platz sucht. Die ganzen dokumentierten Nahtoderfahrungen oder die Diskussion von Reinkarnationen geben viele Hinweise. Warum könnte es nicht sein, das Komapatienten vielleicht Menschen sind, deren Seele die übliche Bindung an einen Körper bis zum Tod, schon vorher überwunden hat und herum-"vagabundiert".
Ich habe wenig Angst vor dem Tod gehabt. Nun bin ich von dem bischen befreit und freue mich, das, wenn mein Lebenskelch leer ist, ich auch den Weg gehen kann und meine Mari hoffentlich wiedertreffen darf.
Was ist denn unser "Leben"? Die Sucht nach Materiellem, Pflichterfüllung und Stress.
Ich wünsche mir für meine Mari, dass sie das nicht mehr vorfindet. Spiritualität müssen wir noch alle lernen.
Liebe Grüße
Ralf
Dein Beitrag:
Beitrag von
gabmarie (113 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 14:27.
woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
hallo ihr alle,
mich würde mal interessieren, woran ihr euch fest haltet, wenn ihr in gedanken abgleitet, mal ohne arbeit und ablenkung seid, wenn ihr über das früher denkt, euren verlorenen menschen.
ich habe hier eben beim aufräumen bücher übereinandergelegt, die ich, seitdem ich wieder lesen kann, lese.
also: da liegt die dicke bibel, dann ein buch mit gedichten über die liebe, dann ein reiseführer über den jakobsweg (den ich gehen werde im september), ein buch über das jenseits (ja, sowas lese ich dann auch neuerdings), ein buch von frau kübler-ross, eines von roland kachler, eines über das thema "leid". wenn ich das so vergleiche mit dem, was ich früher las, so ist meine "fachliteratur" doch arg in eine andere richtung geglitten.
meine gedanken bezüglich religion, kirche, gott (was ja nun verschiedene themen meiner meinung nach sind), sind seit micha`s tod sehr in wallung. an etwas höheres habe ich immer geglaubt, aber ohne große vorstellung, wie es denn wirklich weiter geht. micha war gläubiger christ, aber ohne viel kirche.
nun lese ich in diesen büchern mal hier und da. und hoffe einfach, dass es ein jenseits gibt (welch blödes wort), in dem es meinem schatz gut geht. und hoffe noch weiter, dass ich ihn wieder sehen werde. daran halte ich mich fest. nenne ich hoffnung. in gewisser weise fühle ich mich dadurch allerdings zweigeteilt: ein teil hier, ein teil lieber woanders, was ich auch schrecklich finde und nicht im sinne des lebens, aber wie das ändern weiß ich noch nicht.
ich hoffe immer, dass es sowas wie eine seele gibt, dass diese weiter da bleibt. in vielen büchern steht, dass die seele hier auf der erde zum lernen ist und dann dahin zurückgeht, wo wir eigentlich alle herkommen. dass die erde so eine art schule ist. sicher, all diese bücher schreiben ja menschen, woher auch immer sie diese gedanken haben. aber ehrlich gesagt, ich finde es sehr tröstend, so etwas zu lesen, weil ich in gewisser weise aus so etwas meine hoffnung beziehe. bei manchen ist es ja so, dass sie nach dem tod noch erlebnisse habe oä, hier bei mir war gar nichts. von daher hab ich keine denkbasis als meine hoffnung.
wie haltet ihr das denn? woran haltet ihr euch fest? bei manchen liest man, dass sie sicher sind, dass sie ihre liebsten wiedersehen....ich finde das so klase. woraus bezieht ihr diese sicherheit? gibt es auch leute hier, für die es kein "danach" gibt? wie könnt ihr damit umgehen, dass euer partner dann weg ist?
entschuldigung, wenn ich hier zu persönlich frage, muss wohl an der wochenendsituation liegen, dass ich hier heute so viel lese und schreibe....
marie
Beitrag von
RalliD (16 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 18:51.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Hallo, bis vor 2 Monaten habe ich mich (katholisch getauft, gefirmt etc.pp) alt Atheist bezeichnet. Durch die Krankheit meiner Frau und die Geschehnisse seit ihrem Weggang hat sich viel geändert.
Von der Institution Kirche mit welchem "Gott" auch immer bin ich meilenweit entfernt. Gäbe es einen Gott sollte er sich schämen meiner Frau dass angetan zu haben.
Woran ich aber fest glaube ist, dass wir Menschen eine Seele haben, die, nachdem ihre Hülle, der Körper nicht mehr funktioniert, sich einen neuen Platz sucht. Die ganzen dokumentierten Nahtoderfahrungen oder die Diskussion von Reinkarnationen geben viele Hinweise. Warum könnte es nicht sein, das Komapatienten vielleicht Menschen sind, deren Seele die übliche Bindung an einen Körper bis zum Tod, schon vorher überwunden hat und herum-"vagabundiert".
Ich habe wenig Angst vor dem Tod gehabt. Nun bin ich von dem bischen befreit und freue mich, das, wenn mein Lebenskelch leer ist, ich auch den Weg gehen kann und meine Mari hoffentlich wiedertreffen darf.
Was ist denn unser "Leben"? Die Sucht nach Materiellem, Pflichterfüllung und Stress.
Ich wünsche mir für meine Mari, dass sie das nicht mehr vorfindet. Spiritualität müssen wir noch alle lernen.
Liebe Grüße
Ralf
Beitrag von
veralie (46 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 19:12.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Hallo Marie, vor dem Tod meines Mannes war ich sechs Wochen zur Reha wegen psychosomatischer Beschwerden. Dort habe ich u. a. einen Pfarrer kennengelernt, der mir das Weltbild "Kirche" sehr nahe gebracht hat. Er ist katholischer Geistlicher, aber verheiratet und hat Familie. Sein Zuspruch hat mir mehr geholfen, als jede Therapie. Auch jetzt haben wir noch Kontakt und er hilft mir, den Glauben nicht ganz zu verlieren. Er hat mir gesagt: Da wo Dietmar jetzt ist, gibt es nur Liebe und wird nur Liebe gegeben! Das sage ich mir immer wieder. Ich bin sehr wankelmütig, was meinen Glauben an Gott angeht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Gott mich verlassen hat und ich verstehe nicht, welchen Weg er für mich vorgesehen hat. Mein lieber "Geistlicher" hat mir u. a. auch gesagt, dass Gott uns nur so viel zumutet, wie er uns zutraut. Anscheinend traut er mir sehr viel zu.....zuviel manchmal. Ob man sich irgendwann einmal wiedersieht und auf welche Weise, kann ich Dir nicht beantworten. Für mich habe ich auch noch nicht die richtige Lösung gefunden, mit dem Tod von Dietmar und mit meinem neuen Leben umzugehen. Bisher habe ich für meinen Sohn funktioniert. Jetzt geht er 400 km weg, nach Bremen. Was bleibt dann noch für mich....Ich weiss es nicht. Ich finde es aber sehr ehrlich von Dir, gewisse Dinge auch in Frage zu stellen. Auch dieser Austausch kann eine Hilfe sein. Nicht jeder ist in seinen Ansichten gefestigt... Liebe Grüsse Heike
Beitrag von
RalliD (16 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 23:34.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Hallo Ute777,
ja, du hast uns (bzw. mir) schon was voraus. Aber das ist nicht schlimm sondern für euch beide schön. Ihr könnt gelassen eure einzelnen Wege gehen und er ist trotzdem bei dir wenn du ihn brauchst.
Selbst wenn bei Einzelnen noch Sachen fliegen, Angst brauchen wir nie zu haben.
Liebe Grüße, Ralf
Beitrag von
Fich91 (175 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 20:03.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Hallo Marie,
meine Antwort: garnichts.
Ich bin da sehr rational. Ich habe nie an Gott, Jenseits, Weiterleben nach dem Tod etc. geglaubt und habe das auch nach dem Tod meiner Lebensgefährtin nicht geändert. Wie könnte ich das auch? Es war ja vorher meine innere Überzeugung, die kann ich nicht einfach ändern, weil es mir nun (zum Trost) besser ins Konzept passt.
Ich habe hier also keinen Trost und keine Hoffnung. Ich denke ja genauso über meinen eigenen Tod. Also keine Hoffnung auf ein Wiedersehen. Ich hätte sie auch gerne.
Alles was mir zum Trost bleibt, sind meine Erinnerungen. Alles, woran ich glaube, ist, dass die Verstorbenen "weiterleben" im Herzen ihrer Liebsten. Das ist mein einziger kleiner Trost.
LG, Fich
Beitrag von
rema (31 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 20:18.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Also ich halte an der Liebe fest, die uns verbunden hat, die ist nicht weg. An Gott so wie ihn die Kirche darstellt, glaube ich auch nicht. Ich glaube schon, dass es etwas gibt, wo wir weiterleben oder wie gesagt der unsterbliche Teil von uns. Was und wie weiss ich natürlich auch nicht, aber irgendwie glaube ich fest daran. Ich lebe weiter für uns beide und trage die Liebe zu ihm im Herzen, dort hat er seinen festen Platz. Aber ich liebe auch weiter und lebe dafür. Alles um mich herum und die Menschen, die um mich sind, sind mir wichtig, lieb und teuer. Mein Blick richtet sich nach vorne und wenn ich selber gehen muss, gehe ich mit einem guten Gefühl von dieser Welt. Ich liebe das Leben und bin noch neugierig auf die Menschen, denen ich noch begegnen werde und lerne immer dazu, für den Rest meines Lebens.
Rema
Beitrag von
gabmarie (113 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 22:02.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
also, das ist ja richtig lieb und sehr spannend, was da so von euch kommt. vielen dank für die doch sehr unterschiedlichen antworten, die ich alle sehr interessiert gelesen habe.
bei mir ist alles sehr unentschlossen mal wieder und die hoffnung das, was geblieben ist. wenn ich hier sachen lese, dass sachen durch die luft fliegen oä, ich kenne sowas nicht und weiß nie so recht, was ich davon halten soll.
vielleicht ist ja die liebe doch über allem, dann würden wir uns auch wiedersehen, jeder den oder die, die er sehen möchte. ich hoffe es mal.
marie
Beitrag von
Ute777 (30 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 22:41.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
hallo zusammen,
ich für meinen teil kann mich am ehesten mit ralfs theorie identifizieren. ich glaube bzw. hoffe dass es evtl. eine form der existenz ohne die körperliche hülle gibt. ich würde mir wünschen, dass mein mann uns in irgendeiner form den weg weist und von dort über uns wacht. wenn hier allerdings gegenstände o.ä. durch die gegend fliegen würden usw. würde mir das nur angst machen - und das wäre ganz sicher nicht im sinne meines mannes. von daher bin ich ganz froh, dass mir so etwas bisher nicht passiert ist. vielleicht bin ich auch einfach nur zu sehr realist oder habe ich doch schon losgelassen?? wie auch immer - er ist nicht mehr dort wo er war aber er ist trotzdem überall wo ich bin....
LG Ute777
Beitrag von
toni46 (34 Beiträge) am Samstag, 31.Juli.2010, 23:51.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Hallo Marie, wenn ich vergleiche von damals,bevor mein Schatz gestorben ist,und jetzt nach ihrem Tode,dann sehe ich einen grossen Unterschied über das Thema,Gott und Jenseits. Ich selber bin zwar katholisch,aber das Thema Gott und Kirche,war nie so in meinem Interesse,jetzt aber ist das völig anders. Ich lese viele Bücher,sogar die Bibel möchte ich mir demnächst mal reinschauen,ich habe auch viel gehört und gelesen über das Leben nach dem Tode und das ich später sogar meine Frau wiedersehen werde,ich hoffe zumindest das es stimmt was man hier so hört oder liest,denn das währe mein allergrösster Wunsch,das ich meine geliebte Frau wieder in meine Arme schliessen kann,dafür würde ich alles tun,ich hatte sogar mit dem Gedanken gespielt ein Medium zu konsultieren,aber da bin ich eher skeptisch ob das so wirklich klappen sollte,wir sind ja in der Realität und nicht im Film,aber man klammert sich an jedes Strohhalm.. Schöne Grüsse Toni
Beitrag von
Eddy63 (24 Beiträge) am Sonntag, 1.August.2010, 22:20.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Hallo Marie!
Ich weiß dass sie bei mir ist, mich begleitet und beschützt. In vielen Situationen habe ich meine Andrea schon gespürt. Da ich weltoffen bin, keinem bestimmten Glauben angehöre, mache ich mir mein Bild selbst. Meine Seele beschützt mich solange bis ich stark genug bin wieder ein eigenes Leben zu beginnen.
Ich habe ein bestimmtes Sternenbild das mich begleitet, überall auf der Welt. Es wird mir immer warm ums Herz wenn ich nach oben schauen kann, bei sternenklarer Nacht.
Für mich steht fest, daß ich sie eines Tages wiedersehen werde!!!!!!!
LG Eddy
Beitrag von
moni64 (66 Beiträge) am Montag, 2.August.2010, 16:42.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Liebe Marie,
ich bekomme immer wieder Kraft aus dem Glauben. Mein Mann und ich waren schon immer sehr gläubig und das hat sich auch durch die Krakheit meines Mannes und seinen frühen Tod nicht geändert, weil ich gemerkt habe, dass Gott mir immer wieder die Kraft gibt meinen Weg weitergehen zu können, wenn ich ihn im Gebet darum bitte. Ich bin Gott immer wieder sehr dankbar für die vielen Jahre, die er mir zusammen mit meinem Mann geschenkt hat, besonders das letzte Jahr.
Ich lese auch sehr viele Bücher seit ich abends alleine bin und auch ich habe viele Bücher gelesen über Lebenssinn und Leidenswege. Außerdem lese ich Bücher über Nahtoderfahrungen, die mir auch geholfen haben, wenn mein Mann so empfangen worden ist, wie es in dem einen Buch (90 Minuten im Himmel) beschrieben ist, dann war es für ihn sehr schön. Ich bin der festen Überzeugung, dass es meinem Mann jetzt gut geht und dass er keine Schmerzen mehr hat. Sein Cousin hat mir mal von einem Traum erzählt, in dem er ihn gesehen hat und er hat gesagt, es geht ihm gut. Das glaube ich auch.
Wenn ich den Ort, an dem sich mein Mann jetzt befindet benennen soll, dann würde ich sagen: Er ist in eine andere Welt hinübergegangen und dort werde ich auch eines Tages hingehen. Diese Formulierung hab ich mal in einem Kinderbuch "Tod und Sterben den Kindern erklärt" gelesen und sie hat mir sehr gut gefallen.
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft auf deinem Weg Liebe Grüße Moni
Beitrag von
Wini (13 Beiträge) am Dienstag, 3.August.2010, 20:31.
Re: woran haltet ihr euch (fest): gott, jenseits, gar nichts.....
Liebe Marie, ich find das ne gute Frage. Sabine ist heute den 116. Tag tot. Ich warte noch immer darauf, daß sie wiederkommt(klar weiß mein Kopf, daß das so nicht passieren wird) Nachdem ich vor vielen vielen Jahren meinen Kinderglauben verloren hatte, war ich jahrelang Agnostiker. Als Sabines Situation nach der Lungentransplantation immer dramatischer wurde, habe ich meinem Verlangen, Hilfe von einer höheren Macht zu erhalten irgendwann nachgegeben (allerdings nach langem Ringen mit mir selbst)weil ich einfach nichts unversucht lassen wollte habe ich schließlich sogar wieder gebetet-wohl immer mit großen Zweifeln. Nach Sabines Tod habe ich angefangen meine Gedanken, Zeifel,Ängste und Hoffnungen zum Thema "Gott" zu sortieren und bin bis heute soweit gekommen das ich sage: Urknall und Evolution hin und her, zufällig sind weder Welt noch Menschen entstanden. Ja ich glaube, daß es sowas wie eine höhere Macht gibt, nenne sie allerdings nicht Gott, sondern Liebe. Solange iregdendwer Liebe empfindet für Sabine, egal, ob ich das bin oder unsere Kinder oder sonst irgendwer, der sie gekannt hat, wird Sabine nicht aufhören zu existieren, wenn natürlich ihre Existenz auch anders ist, als wir das so kennen und uns wünschen. Sie ist "irgendwie" da. Auf der Schleife an meinem Kranz für Sabine stand "Wir werden uns wiedersehen" und das war auch das letzte Lied (von der Gruppe Selig), das auf der Trauerfeier für Sabine gespielt wurde. Es wird möglicherweise kein Wiedersehen sein, wie wir uns Wiedersehen vorstellen. Ich denke wir werden uns beide wiederfinden in einer Sphäre, in der wir vollkommen frei sind von den üblichen irdischen Vorstellungen und die dadurch geprägt ist, daß wir nichts mehr vermissen. Die Vorstellung, Sabine wieder im Arm halten zu können ist wunderschön, wird sich aber wohl so nicht erfüllen. Wiedersehen, wie ich es in diesem Zusammenhang verstehe, bedeutet auf einer geistigen Ebene komplett zu sein. Wie könnte ich das ohne Sabine? Im Übrigen finde ich jede Vorstellung- und mag sie noch so naiv sein- absolut ok, solange sie hilft, mit der Situation besser zurecht zu kommen. Jede Krücke ist da erlaubt und jede Religion ist in ihrem Ursprung ja nichts anderes. In meiner Küche hängt eine Riesenkollage mit Bildern von Sabine, darüber hängt die Schleife von ihrem Kranz. Eigentlich halte ich mich nicht für wirklich naiv, aber mir hilft es. Liebe Grüße Wini
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