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| Forum für Halbwaisen und Waisen bei verwitwet.de |
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Beitrag von
tash606 (4 Beiträge) am Donnerstag, 22.Oktober.2009, 14:11.
Dazu stehen
hallo an alle, ich bin neu hier. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man hier beginnt aber ich war auf der Suche nach Gleichgesinnten, da ich das Gefühl hatte / noch immer habe, dass es in meiner Umgebung absolut niemanden gibt, dem es gleich geht und der mich versteht. Bei mir sind beide Elternteile betroffen; nur dass ihr das versteht; mein Vater ist vor einem halben Jahr an Hirnmetastasen gestorben, er war erst 46 Jahre alt. Es ging alles ziemlich schnell; im Juli 2008 erfuhr er, dass er Lungenkrebs hatte, im Februar 2009 kamen Hirnmetastasen hinzu und Ende März ist er dann gestorben.
Es war das Furchtbarste, dass ich je erlebt hatte und ich weiß, dass ich niemals lernen werde, damit umzugehen. Ich verdränge all meinen Kummer, indem ich "so tue", als wäre ich stark wie ein Fels und das kauft man mir auch ab. Was noch erschwerend hinzu kommt, ist, dass meine Mutter schon seit meiner Geburt an Multipler Sklerose leidet und es ihr mittlerweile schon so schlecht geht, dass man nicht abschätzen kann, wie lang sie noch leben wird. Ich habe das Gefühl, im Alltag(mit Freunden, dem Partner etc.) gar nicht in meine Lebensgeschichte involviert zu sein. Ich meine, weil kein Mensch wirklich davon weiß. Ich verdränge und erzähle es einfach niemandem.
Ich möchte hier nicht jammern und es ist auch nicht leicht, solche Dinge so offen zuzugeben. Ich möchte einen Weg finden, zu all dem zu stehen. Wie geht es euch damit? Fühlt ihr euch bemitleidet? Ich hasse dieses Gefühl...
Dein Beitrag:
Beitrag von
richi94 (7 Beiträge) am Mittwoch, 14.Oktober.2009, 21:59.
Hallo
*** editiert von richi94 am Donnerstag, 15.10.2009, 19:25 ***
Beitrag von
tash606 (4 Beiträge) am Donnerstag, 22.Oktober.2009, 14:11.
Dazu stehen
hallo an alle, ich bin neu hier. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man hier beginnt aber ich war auf der Suche nach Gleichgesinnten, da ich das Gefühl hatte / noch immer habe, dass es in meiner Umgebung absolut niemanden gibt, dem es gleich geht und der mich versteht. Bei mir sind beide Elternteile betroffen; nur dass ihr das versteht; mein Vater ist vor einem halben Jahr an Hirnmetastasen gestorben, er war erst 46 Jahre alt. Es ging alles ziemlich schnell; im Juli 2008 erfuhr er, dass er Lungenkrebs hatte, im Februar 2009 kamen Hirnmetastasen hinzu und Ende März ist er dann gestorben.
Es war das Furchtbarste, dass ich je erlebt hatte und ich weiß, dass ich niemals lernen werde, damit umzugehen. Ich verdränge all meinen Kummer, indem ich "so tue", als wäre ich stark wie ein Fels und das kauft man mir auch ab. Was noch erschwerend hinzu kommt, ist, dass meine Mutter schon seit meiner Geburt an Multipler Sklerose leidet und es ihr mittlerweile schon so schlecht geht, dass man nicht abschätzen kann, wie lang sie noch leben wird. Ich habe das Gefühl, im Alltag(mit Freunden, dem Partner etc.) gar nicht in meine Lebensgeschichte involviert zu sein. Ich meine, weil kein Mensch wirklich davon weiß. Ich verdränge und erzähle es einfach niemandem.
Ich möchte hier nicht jammern und es ist auch nicht leicht, solche Dinge so offen zuzugeben. Ich möchte einen Weg finden, zu all dem zu stehen. Wie geht es euch damit? Fühlt ihr euch bemitleidet? Ich hasse dieses Gefühl...
Beitrag von
Wolli1960 (45 Beiträge) am Freitag, 23.Oktober.2009, 16:51.
Re: Dazu stehen
Hallo Tash! zuerst mal habe ich mich hierhin "verirrt", denn ich gehöre schon zum "älteren Semester". Da man sich aber auch eine Reaktion auf seine Probleme hier erhofft und deine nicht "Kinderspezifisch" erscheinen, stell deine Frage doch im allgemeinen Forum. Wie du siehst, ist es knapp 20-mal besser besucht. Ich kenne zwar auch die Probleme, da ich mit 12 meine Mutter verloren habe, mir auch nichts hab anmerken lassen - und bin dann irgendwie drüber weggekommen, aber eine hilfreiche Antwort hätte ich jetzt auch nicht. Ich glaube: stell die Frage nochmal in allgemeinen Forum, dass sollte bei der Thematik kein Problem sein. Du wirst sehen dass die "Erwachsenen" die gleichen Probleme haben. Irgendwann haben Freunde einfach keine Lust mehr, darüber zu reden, du willst sie nicht mehr damit nerven, aber willst doch darüber reden. Und da bist du hier richtig. (siehe oben). Da darfst du auch ruhig jammern! Liebe Grüsse Wolfgang
Beitrag von
Regen (1 Beitrag) am Mittwoch, 28.Oktober.2009, 20:29.
Re: Dazu stehen
hallo Tash
anscheinend gibt es doch menschen die denken/fühlen wie ich ( in diesem konkreten fall)
meine mutter ist vor 2 jahren gestorben, ich war die einzige die ihren tod miterlebt hat ,was die sache nicht besser macht ich bin aber froh das ich und nicht mein vater es war , da ich ihn nicht noch zusätzlich mit dieser erfahrung belasten wollen würde für ihn ist es ohnehin am schwierigsten
meine mutter starb auch sehr plötzlich , ohne vorwarnung = lungenembolie
auch ich verdränge es , nunj und so kommt es das heute alles herausgebrochen ist und ich einfach nur noch geweint habe( ich habe ein foto von meiner mutter gefunden) ich bin der ansicht weinen ist ein muss
die ersten monate hatte ich das gefühl als ob ich mein leben von oben sehe , nicht wirklich in meinem körper bin, das war seltsam , sowas nennt man wohl außerkörperliches erlebnis als ich nach dem tod meiner mutter zum ersten mal wieder in der schule war es furchtbar. alle haben sich mir gegenüber total seltsam verhalten.mitleid ist schlimm , kann ich gar nicht gebrauchen, das lässt mich nur denken das alles wirklich einfach nur scheiße ist helfen tut es gar nicht das stimmt schon so , jedenfalls trift das bei mir zu
alle denken ich bin glücklich , so mag ich wohl auch wirken jemand meinte zu mir sogar das , wenn man nicht wüsste was passiert ist man NIEMALS denken würde das ich so einen schlag erlitten habe
ich weiß auch nicht wieso dieser text so lang geworden ist , ich hoffe das er wenigstens ein wenig verständlich ist
ich empfinde es als verdammt schwer über dieses thema zu schreiben weil es einfach zu viel zu reden gibt / zu schreiben gibt
ich bewundere dich wirklich
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