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Beitrag von
elefanti (102 Beiträge) am Samstag, 23.Juli.2011, 14:03.
Re: wie helfe ich meiner Mutter.... und mir
Hallo Chikito deine Mutter braucht dringend professionelle Hilfe oder einen Klinikaufenthalt. ich habe damals das Gleiche mit meiner Mutter mitgemacht,als mein Vater mit 56 Jahren verstarb. die Hilfe von uns Kindern kam bei ihr gar nicht an. kaum war eine von uns bei ihr weg,rief sie die andere an, dass sie so alleine sei. nach mehreren Wochen, die sehr an unseren Kräften zehrten, haben wir sie zwangseingewiesen in die Psychiatrie. das nahm sie uns sehr übel, aber als es ihr dann besser ging war sie uns dankbar dafür! du musst auch an dich denken, wenn du krank wirst kannst du auch nicht mehr für sie sorgen! gib die Verantwortung in fachliche Hände ab,du bist damit überfordert. hört sich zwar "böse" an, aber auch da hast dein eigenes Leben. alles Gute für dich Angelika
Dein Beitrag:
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chikito (1 Beitrag) am Samstag, 23.Juli.2011, 08:11.
wie helfe ich meiner Mutter.... und mir
Hallo liebe Foren-User, durch Zufall bin ich auf Eure Seite gestossen, schade, dass ich sie nicht schon frueher gefunden habe. Ich finde es echt toll wie Ihr Euch gegenseitig unterstuetzt. Ich hoffe, Ihr koennt mir vielleicht auch in meinem Fall mit Rat helfen. Mein Vater ist vor ca. 3 Jahren aufgrund einer Krankheit verstorben, zwischen der Diagnose und der Krankheit sind nur wenige Monate vergangen. Meiner verwitweten Mutter ging es damals sehr schlecht. Leider hatten wir gleichzeitig das Problem, dass ich in der Stat, wo sie wohnt, keine Arbeit haette finden koenne. So war ich also zunaechst 3 Monate bei ihr zu Hause, bis sie sich etwas besser fuehlt, danach habe ich jedoch eine Stelle in einer anderen Stadt angenommen, die ca. 500 km entfernt ist. Meine Mutter habe ich zunaechst natuerlich die erste Zeit mit in diese Stadt genommen, wir haben zusammengewohnt. Es war sehr hart fuer sie, sie konnte den Tod meines Vaters nicht ueberwinden. Ab und zu ist sie in ihre Stadt zurueckgekehrt, meistens aber nur fuer ein paar Wochen, zwei bis drei. Das Harte fuer mich daran war, dass ich mich schuldig fuehlte, dass ich mir einen Job in einer anderen Stadt gesucht hatte, sie gab mir dies auch oefters zu verstehen. In der Zwischenzeit war ich eine Partnerschaft eingegangen, kanpp ein Jahr nach dem Tod meines Vaters. Meiner Mutter ging es jedoch weiterhin schlecht: sie lebte zwar weiterhin bei mir, konnte jedoch nachts nicht alleine zu Hause bleiben, ruf mich oft aufs Handy an, wenn sie Panikattachen bekam. Nach 2 Jahren lernte sie einen anderen Mann kennen, mit dem sie sich zunaechst gut verstand und auch ein paar Monate in ihrem Haus zusammenlebte. Leider haben sie sicht vor kurzem wieder auf unschoene Weise getrennt, und meine Mutter bekommt aufgrund der Einsamkeit regelrechte Panik. Sie ruft mich seit ca. einer Woche jeden morgen an, da sie nicht mehr weiterkann. Naechste Woche kommt sie meine Freundin und mich besuchen. Jedoch hat sie mich heute morgen z.B. auch angerufen und mich darum gebeten, sie heute in ihrem Ort abzuholen, um dann gmeinsam zurueckzufahren. Sie wuerde mir auch helfen in einem Notfall. Vor kurzem gab es eine aehnliche Situation, sie musste kurzfristig operiert werden, und ich bin an einem Tag hin und am anderen Tag zurueck (auf der Arbeit hatte ich nur einen Tag Urlaub bekommen so kurzfristig). Die Situation bereitet mir zunehmend gesundheitliche Probleme: ich fuehle mich schuldig, ich kann kaum noch schlafen, habe ab und zu Bauchschmerzen und in den letzten Tagen ungewollte Zuckungen... Was kann ich in dieser Situation machen? Meine Freundin unterstuetzt mich zwar, jedoch habe ich Angst, dass sie von dieser Situation auch irgendwann "genug hat", obwohl sie meint, dass ihr meine Mutter leid tue. Was kann ich machen? Bin ich zu egoistisch? Haette ich bei meiner Mutter im Ort bleiben sollen und versuchen sollen, mir dort irgendeinen Job zu suchen? Ich habe zwar BWL studiert, aber ich haette dort vielleicht nur etwas als Rezeptionist oder auch als Kellner finden koennen - Firmen gibt es dort fast leider keine. Ich bin fuer jeden Kommentar dankbar! Viele Gruesse, Chikito
Beitrag von
elefanti (102 Beiträge) am Samstag, 23.Juli.2011, 14:03.
Re: wie helfe ich meiner Mutter.... und mir
Hallo Chikito deine Mutter braucht dringend professionelle Hilfe oder einen Klinikaufenthalt. ich habe damals das Gleiche mit meiner Mutter mitgemacht,als mein Vater mit 56 Jahren verstarb. die Hilfe von uns Kindern kam bei ihr gar nicht an. kaum war eine von uns bei ihr weg,rief sie die andere an, dass sie so alleine sei. nach mehreren Wochen, die sehr an unseren Kräften zehrten, haben wir sie zwangseingewiesen in die Psychiatrie. das nahm sie uns sehr übel, aber als es ihr dann besser ging war sie uns dankbar dafür! du musst auch an dich denken, wenn du krank wirst kannst du auch nicht mehr für sie sorgen! gib die Verantwortung in fachliche Hände ab,du bist damit überfordert. hört sich zwar "böse" an, aber auch da hast dein eigenes Leben. alles Gute für dich Angelika
Beitrag von
paula1967 (113 Beiträge) am Samstag, 23.Juli.2011, 16:26.
Re: wie helfe ich meiner Mutter.... und mir
Hallo Chikito,
bin einer Meinung mit Angelika - wenn es nach drei Jahren noch so schlimm und schwierig ist für Deine Mutter, dann ist professionelle Hilfe nötig. Ich finde es wird sehr deutlich, daß Du mehr als genug für Deine Mutter getan hast und das Level, das sie braucht oder gerne hätte, nicht auf Dauer mit einem guten, eigenen Erwachsenen-Leben vereinbar ist. Euer Verhältnis klingt sehr nahe (tägliche Anrufe, wochenlanges Zusammenleben, ...). Deine Mutter wird doch sicher nicht wollen, daß sie Dich auf Dauer überfordert und Du gesundheitliche Störungen bekommst. Ich finde Dich gar nicht egoistisch, und finde, es war richtig, dorthin zu gehen wo Du Arbeit hast. Ich frage mich, ob Deine Mutter niemanden vor Ort hat - was ist mit Freundinnen, Nachbarinnen usw., so daß es nötig ist, daß Du an einem Tag 500 km hin und zurück fahren mußt? Sieht Deine Mutter die Folgen ihrer Ansprüche an Dich, was das für Einschränkungen für Dein Leben bedeutet - oder ist sie so tief in ihren Gefühlen versunken daß sie das nicht mehr wahrnimmt? Und wie lange soll das weitergehen, bzw. wodurch soll sich das verändern, wenn Deine Mutter sich dran gewöhnt, Dich täglich als Unterstützung zu alarmieren, wenn sie alleine nicht klarkommt? Wünsche Dir Mut, etwas für Dein eigenes Leben zu tun und daß Deine Mutter Dich darin unterstützt und Hilfe annimmt. LG Paula
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