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Krisja (172 Beiträge) am Mittwoch, 11.Oktober.2006, 20:12.
Himmelblau und Rabenschwarz von Lolly Winston
Zum Inhalt zitiere ich den Klappentext: Sophie Stanton kann einfach unmöglich eine Witwe sein. Witwen sind alt und tragen Hornbrillen, sie haben graue Strickjacken an, denen noch der miefig ungesunde Geruch von Mottenkugeln anhaftet, sie heißen Gladys oder Midge und tragen ihre runzelige Haut längst schon nicht mehr auf den Heiratsmarkt. Auf jeden Fall sind sie nicht 32 Jahre alt, waren nur drei Jahre verheiratet und standen noch am Anfang eines glücklichen Ehelebens, wie es bis vor kurzem bei Sophie gewesen ist.
Sophie ist Anfang Dreißig und war noch in jener Phase am Übergang von Verliebtheit und Alltag, wo ihr ein Ausdruck wie „mein Mann“ nicht ohne Verwunderung über die Lippen kam. Und doch ist sie seit kurzem Witwe und völlig aus der Bahn geworfen. Nun sitzt sie mit anderen Witwen und Witwern im Konferenzraum eines Krankenhauses, inmitten einer Selbsthilfegruppe, und erzählt, wie sie mit dem Auto gegen das geschlossene Garagentor gefahren ist, weil ein Sketch im Radio lief, den sie ihrem Mann Ethan unbedingt hat aufnehmen wollen, weil er den so liebte -- dabei war ihr Mann schon seit drei Monaten tot, gestorben an der Hodgkin-Krankheit, die junge Menschen in der Blüte ihres Lebens hin und wieder überfällt. Jetzt muss Sophie wieder lernen, allein mit ihrer Situation zurecht zu kommen, die noch dadurch erschwert wird, dass die Heldin von Lolly Winstons Romandebüt Himmelblau und Rabenschwarz noch ihren Job -- „und ihre Taille“ -- verloren hat.
Wie es Sophie dennoch gelingt, nicht nur eine „gute Witwe“ zu sein, sondern ihr Leben immer mehr in den Griff zu bekommen, erzählt Winston erstaunlich klischeelos und originell, traurig und witzig zugleich: Himmelblau und rabenschwarz eben, wie der Titel es verspricht.
Und hier eine Rezension dazu: "Das Buch gefiel mir von Anfang an. Sehr warmherzig zeigt es den Weg einer Frau auf in ein neues Leben nach dem Tod ihres Mannes in all seinen (oft sehr schweren) Facetten. Dieses Buch ist leicht geschrieben, mit einer Prise Humor. Doch zeigt es sehr ehrlich den harten Weg nach dem Tod eines geliebten Menschen. Dieses Buch gibt Kraft und Mut und lässt einen mit einem guten Gefühl zurück."
Ich habe das Buch auch gelesen und stimme der Rezensorin zu. Traurig und amüsant zugleich zu lesen und an einigen Stellen erkennt man sich wieder, all die Kopflosigkeiten, die einem am Anfang zustoßen können.
Liebe Grüße von Krisja
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Krisja (172 Beiträge) am Mittwoch, 11.Oktober.2006, 20:12.
Himmelblau und Rabenschwarz von Lolly Winston
Zum Inhalt zitiere ich den Klappentext: Sophie Stanton kann einfach unmöglich eine Witwe sein. Witwen sind alt und tragen Hornbrillen, sie haben graue Strickjacken an, denen noch der miefig ungesunde Geruch von Mottenkugeln anhaftet, sie heißen Gladys oder Midge und tragen ihre runzelige Haut längst schon nicht mehr auf den Heiratsmarkt. Auf jeden Fall sind sie nicht 32 Jahre alt, waren nur drei Jahre verheiratet und standen noch am Anfang eines glücklichen Ehelebens, wie es bis vor kurzem bei Sophie gewesen ist.
Sophie ist Anfang Dreißig und war noch in jener Phase am Übergang von Verliebtheit und Alltag, wo ihr ein Ausdruck wie „mein Mann“ nicht ohne Verwunderung über die Lippen kam. Und doch ist sie seit kurzem Witwe und völlig aus der Bahn geworfen. Nun sitzt sie mit anderen Witwen und Witwern im Konferenzraum eines Krankenhauses, inmitten einer Selbsthilfegruppe, und erzählt, wie sie mit dem Auto gegen das geschlossene Garagentor gefahren ist, weil ein Sketch im Radio lief, den sie ihrem Mann Ethan unbedingt hat aufnehmen wollen, weil er den so liebte -- dabei war ihr Mann schon seit drei Monaten tot, gestorben an der Hodgkin-Krankheit, die junge Menschen in der Blüte ihres Lebens hin und wieder überfällt. Jetzt muss Sophie wieder lernen, allein mit ihrer Situation zurecht zu kommen, die noch dadurch erschwert wird, dass die Heldin von Lolly Winstons Romandebüt Himmelblau und Rabenschwarz noch ihren Job -- „und ihre Taille“ -- verloren hat.
Wie es Sophie dennoch gelingt, nicht nur eine „gute Witwe“ zu sein, sondern ihr Leben immer mehr in den Griff zu bekommen, erzählt Winston erstaunlich klischeelos und originell, traurig und witzig zugleich: Himmelblau und rabenschwarz eben, wie der Titel es verspricht.
Und hier eine Rezension dazu: "Das Buch gefiel mir von Anfang an. Sehr warmherzig zeigt es den Weg einer Frau auf in ein neues Leben nach dem Tod ihres Mannes in all seinen (oft sehr schweren) Facetten. Dieses Buch ist leicht geschrieben, mit einer Prise Humor. Doch zeigt es sehr ehrlich den harten Weg nach dem Tod eines geliebten Menschen. Dieses Buch gibt Kraft und Mut und lässt einen mit einem guten Gefühl zurück."
Ich habe das Buch auch gelesen und stimme der Rezensorin zu. Traurig und amüsant zugleich zu lesen und an einigen Stellen erkennt man sich wieder, all die Kopflosigkeiten, die einem am Anfang zustoßen können.
Liebe Grüße von Krisja
Beitrag von
Angiane (118 Beiträge) am Dienstag, 24.Oktober.2006, 23:17.
Re: Himmelblau und Rabenschwarz von Lolly Winston
Hallo Krisja,
ich lese das Buch auch gerade und finde es sehr gut. Da sieht man, dass die ganzen wirren Gefühle, die man hat, wenn der Partner gestorben ist, ganz "normal" sind. Z.B. wenn ich mich zu nichts aufraffen kann oder wenn ich Wut auf das Schicksal habe (letzteres kann z.B. meine Mutter gar nicht verstehen, weil ihre religiöse Einstellung ihr Wut gegen Schicksal/Gott verbietet).
Ich bin erst mitten drin im Buch, aber ich bin schon gespannt, wie es weitergeht:-).
Liebe Grüße, Angi
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