In Gedenken an meinen Alex

Tagebuch von Beachmaus

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2 - 24.02.2002Darf ich dich küssen....
Heute fahre ich wieder zurück nach Hause... Es ist spät geworden. Ich würde spät zuhause ankommen. 4 Stunden Fahrt liegen vor mir... Mein Papa ist schon böse, weil ich eigentlich viel früher zuhause sein wollte... Alex eskortierte mich noch aus dem Ort heraus (allein hätte ich es nicht gefunden). An einer Bushaltestelle hielt er an und kam noch mal zu meinem Auto... als ich die Scheibe runter machte fragte er mich:
"DARF ICH DICH KÜSSEN?" -- Ab da waren wir zusammen...


1 - 23.02.2002Das erste Treffen...
Nachdem das mit Mama passiert ist, telefonieren Alex und ich täglich. Ich fühle mich nicht mehr als Single... Ich habe beschlossen am heutigen Tag nach Rodenbach zu fahren, um Alex endlich zu treffen... Meine Tante sagt noch, ich solle nichts trinken, was er nicht auch trinkt...

Am Tag zuvor war ich am Grab meiner Ma und bat sie, mir ein Zeichen zu schicken, dass ich nicht fahren solle...

An diesem Tag gab es schwere Schneeverwehungen... ich bin trotzdem gefahren... (vielleicht wusste meine Ma, was ich 8,5 Jahre später durchmachen würde?)

Gegen Mittag war ich bei Alex... Er brachte mir ein Glas O-Saft, an dem ich den restlichen Tag nippelte... wir schauten Fotos von meiner kleinen Nichte, aßen etwas, bevor ich abends irgendwann erschöpft auf der Couch einschlief... Die allererste Nacht verbrachten wir dann trotzdem gemeinsam in einem Bett... für mich war es okay...


0 - 01.02.2002Der Tag an dem das Schicksal das erste Mal zuschlug...
Es ist Freitag der 01. Februar 2002. Ich stecke noch in der Ausbildung und habe an diesem Tag Urlaub. Morgens treffe ich mich mit meiner Arbeitskollegin zum Frühstück. Zu Mittag bin ich zuhause... Gemeinsam warten wir auf meinen Dad, der freitags immer von der Montage zurück kam. Papa ist gegen 14h zuhause. Wir essen Möppies und trinken Kaffee... Danach gehe ich in mein Zimmer um zu schauen, ob Alex mir eine Email geschickt hat. Gegen 16h kommt Papa rein und schreit etwas von Notarzt. Ich ziehe den Stecker meines Modems und renne ins Wohnzimmer... Mama liegt regungslos auf der Couch. Ich wähle den Notruf und versuche zu erklären, was los ist. Danach legen Papa und ich Mama auf den Fußboden und ich beginne mit den Wiederbelebungsmaßnahmen... Papa schicke ich in der Zeit nach draußen um nach dem Rettungswagen zu gucken. Es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit. Der Notarzt kommt und wir alle verschwinden in meinem Zimmer... Gegen 17h kommt die Notärztin rein und teilt uns mit, dass Mama es nicht geschafft hat. Mein Bruder, der inzwischen auch zuhause ist, bricht zusammen...

Abends rufe ich Alex auf dem Handy an. Er ist gerade auf den Weg, sich einen schönen Abend zu machen... ich erzähle ihm, was passiert ist. Ab jetzt telefonieren wir täglich...


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