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Die folgenden Zeilen haben mir persönlich sehr geholfen und spiegeln auch irgendwie mich, mein Wesen und die Quelle meiner Kraft wieder:
ES GIBT NICHTS, WAS UNS DIE ABWESENHEIT EINES LIEBEN MENSCHEN ERSETZEN KANN...
...und man soll das auch gar nicht versuchen; man muß es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.
Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander - wenn auch unter Schmerzen - zu bewahren.
Ferner: Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. Man muß sich hüten, in den Erinnerungen zu wühlen, sich ihnen auszuliefern, wie man auch ein kostbares Geschenk nicht immerfort betrachtet, sondern nur zu besonderen Stunden, und es sonst nur wie einen verborgenen Schatz, dessen man gewiß ist, besitzt; denn dann geht eine dauernde Freude und Kraft von dem Vergangenen aus.
aus: Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung
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