Lebensweg

Tagebuch von hexenbesen

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9 - 22.10.2005Ein halbes Jahr später
Hallo Ihr Lieben,

jetzt ein halbes Jahr später ist der Schmerz um unseren Freund ein wenig schwächer geworden. Ich habe gerade mal in meinen alten Eintragungen gelesen und eine Traurigkeit überkommt mich. Wie schnell doch die tägliche nProbleme und Sorgen über die Trauer geschoben werden können. Es ist schon erschreckend wie schnell ein Mensch ersetzt werden kann und die Einsicht kommt das Leben geht weiter. Vorstellen kann ich mir immer noch nicht dass Dirk wirklich TOD ist. Aber es wird besser.
Seiner Witwe geht es ganz gut. Sie hat sich ins Geschäft eingearbeitet und kämpft jetzt um Ihre Existenz. Jeden Tag aufs neue dieser Kampf. Ich beneide sie nicht , nichts ist mehr klar und immer wieder nur noch anstrengende Tage. Es muß furchtbar sein. Sie spricht wenig darüber. Manchmal fehlt einfach die Zeit. Ich denke oft an sie und drücke sie in Gedanken. Doch den Schmerz kann ich ihr nicht nehmen genauso wenig wie die Existenzangst.
Meine Trauer ist noch da, nur ein bisschen tiefer unter die Haut gerutscht.

Ich wünsche allen von Herzen eine gute Zukunft


8 - 11.05.2005Wann habe ich es endlich kapiert
Heute abend ist es furchtbar. Grade kommt eine Welle der Traurigkeit und ebbt langsam wieder ab. Die Tränen rinnen und scheinen kein Ende zu finden. Die Verzweiflung kommt und die Frage nach dem WARUM. Ich kann nicht glauben dass du tot bist Dirk, wo bist du jetzt , siehst du diese ganze Sch... hier auf Erden? Wie mit deiner Frau umgegangen wird. Sie ist so stark, und doch so schwach. Wann wird sie zusammenbrechen, wird jemand da sein, ich wünsche ihr so sehr dass sie ein Licht sieht am Ende des Weges , des Weges durch das Tal der Trauer, vorbei an den Klippen und der Gefahr abzustürzen. Reich ihr die Hand und führe sie , sicher behütet das wünsch ich mir.

Es ist furchtbar, vier Wochen sind um. Nur vier Wochen einer Ewigkeit ... und die Tränen laufen ...


7 - 22.04.2005Alles vorbei????
So die Beerdigung ist nun gewesen. Am Dienstag vor zwei Tagen also, ist Dirk in seine letzte Ruhestätte gebracht worden. Es ist immer noch so unrealistisch wie irgendwas. Ich habe noch nicht wirklich begriffen dass er tot ist. Die Anspannung läßt so langsam nach, und am Tag der Beerdigung war mir so als ob mich jemand verprügelt hatte, alles tat weh und wie mit Muskelkater war ich erschossen.

Weiß nicht wohin er ist gegangen, aber ich glaube fest daran dass er uns zuschaut und auf dem Weg noch ein wenig begleitet.

Dirk ich denke an Dich, und kann es noch nicht fassen.


6 - 17.04.2005Sein Sohn Tim
Gerade bin ich im Wohnzimmer und drei Kinder liegen auf dem Sofa und machen Mittagspause. Meine beiden und der Sohn von Dirk. Es ist einfach rührend und spannend. Vorhin waren wir bei seinem Papa und er hat sich erst mal den Sarg angeschaut und seinen Papa. Dann hat er seinem Papa das Kissen gegeben was Dirk als "Schmusekissen" hatte. Es war einfach toll und traurig. Papa ist tot, Papa ist im Sarg.

Dann, nach zwei 1/2 Stunden wollte seine Mama mit ihm weg und Tim wollte hier bleiben. O.K. also nun ist Tim hier. Es gab Bärchennudeln und er hat mit gutem Appetit gegessen. Was wir nicht können, das zeigt uns der kleine Tim Unser Leben geht weiter und Hunger muß gestillt werden.

Wir sollten von den Kindern lernen, sie beobachten und respektieren, sie zeigen uns den Weg.


5 - 16.04.2005Immer noch tot
Also heute ist es grad ein bisschen besser. Aber ich werde gleich mal zu Dirk schauen gehen wie es aussieht. Noch immer diese unfaßbare Emotion die mit seinem Tod aufkam. Ich werde einen Weg finden sicher, aber die Trauer kommt einfach immer so gekrabbelt .... :-((((



4 - 15.04.2005Der Tod ist das Tor zum Leben
Dieser Spruch war ihm wichtig. Vorgestern abend ist ein Freund und Kollege von uns gestorben.
Dirk
Es ist einfach nur furchtbar. So unfaßbar .... :-(((( diese Trauer.... der Schmerz ... einfach alles ist grausam....
Vorgestern haben wir noch telephoniert. An meinem Geburtstag war er noch bei mir, ein letztes Gespräch von Angesicht zu Angesicht ... ein letztes mal gedrückt zu werden ... ohne zu wissen das es das letzte mal ist ... also wahnsinn und irrainn ... dann am TAg seines Todes haben wir noch Kontakt über Handy und verabredeten uns für den nächsten Tag ... im Gespräch mußte ich weinen weil ich so traurig wurde auch wegen einer Auseinandersetzung mit seiner Kollegin , aber war schon komisch.

Als Dirk an meinem Geburtstag bei uns war hat er uns eindringlich vor der Kirche und besonders vor einem Pastor gewarnt, wegen geplanter Umstrukturierungen. Und wir haben über ihn und seine Familie gesprochen. Irgendwie meinte ich ihm sagen zu müssen denk doch mal an dich, und er meinte seine Familie sei abgesichert. Und nun ist er Tod und seine Witwe sitzt vor mir und ist nicht abgesichert meint sie. oh wie grausam und schrecklich. Als wir zu ihr nach Hause kamen und er noch auf dem Fußboden lag , dort wo er gestorben war. Wenn ich ihn nicht selbst geholt hätte , ihn mit auf die Bahre gelegt hätte, seinen Sarg mit ausgesucht und die Aufbahrung begleitet hätte, ich könnte es nicht glauben. Also so eine Sch.... Es ist so unwirklich, da liegt er im Sarg und man meint er öffnet gleich die Augen.
Wir können es alle nicht glauben, aber es ist entsetzlich diese Achterbahn der Gefühle. Immer wieder kommen mir die Tränen, meine Augen tuen weh und zwischenzeitlich dachte ich gleich kippe ich um. Es wird ein schwerer Tag mit der Beerdigung.
Allein die Organisation wird Tage brauchen. Dirk hatte soviele Ehrenämter und war in vielen Vorständen auf Landes und Bundesebene. Es werden 300 bis 500 Menschen erwartet, alles Friedhofsgärtner, und jeder wird Blumen mitbringen. Es wird ein Blumenmeer und ich habe einerseits Angst davor, weil wir alles dekorieren müssen und freu mich auch darauf. Es hätte es verdient.

Dirk du bist schon ein toller Kerl gewesen, ich vergess dich nicht, und Melanie werde ich zur Seite stehen und versuchen die Beerdigung in Deinem Sinne mitzugestalten. Ich bin so furchtbar traurig.


3 - 12.04.2005
Hallo Ihr Lieben,
es ist vollbracht, der heutige Tag ist unbeschadet an mir vorübergegangen. ICH BIN 40 JAHRE ALT :-)))
war eigendlich und uneigendlich gar nicht so schlimm. Habe mehrfach gehört sie sehen aus wie 35, Glück gehabt. Oder ich habe mich vielleicht gut gehalten. Wie auch immer, es ar ein schöner Tag und ich kann sagen ich habe gelebt .... viele Turbulenzen durchlebt und lebe....
Und dann mein Geschenk. Eine Popcornmaschine ... SUPER ... ich liebe Popcorn ... und meine liebe Familie natürlich auch ..... also es war Prima heute. Der Besuch kam nicht auf einmal sondern ab Nachmittags immer mal zwei drei auf einmal. Zwischendurch dachte ich schon es sei ein Kindergeburtstag weil mehr Kinder als Erwachsene da waren. Aber gegen Abend wurde es besser. Na ja und irgendwie sind wir doch aller Kinder oder???

Auf jeden Fall ein toller Tag und weiter so ..


2 - 10.04.2005
Endlich habe ich es geschafft. Die HP ist einigermassen fertig und meine Gedanken und Gefühle sind in dieser großen Welt des Internets unterwegs. Hoffentlich sind sie gut unterwegs.
Ich glaube fest daran.


1 - 04.04.2005Geschafft
Endlich geschafft, ich hab kapiert wie man die HP gestalten kann, nur dummerweise bin ich schon zwei mal rausgeflogen als ich über mich schreiben wollte. Aber ich werde nicht aufgeben.


0 - 03.04.2005Ich verzweifel hier mit der HP
Heute ist schon der xte Versuch diese HP zu erstellen.Irgendwie bin ich scheinbar zu dämlich. Hoffe auf einen Lichtblick.


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