Lebensweg

So da bin ich nun, der Besen, genauer gesagt Petra. Bin weiblich, kurz vor 40 und Mutter zweier Kids im Alter von 4 und 6. Dazu gibt es noch Bernd meinen Mann. Ihr fragt euch sicherlich wie ich hier hergekommen bin. Das berufliche Interesse führte mich letztes Jahr im Mai auf diese Seiten und ich bin seitdem ziemlich oft hier.Also lange Rede kurzer Sinn ich bin Bestatterin mit Leib und Seele und mein Beruf ist Berufung und Erfüllung für mich. Als ich meinen Mann kennenlernt konnte ich mir nicht vorstellen irgendetwas mit seiner Arbeit zu tun haben zu wollen, geschweige denn mir einen Toten anzuschauen, zu berühren war undenkbar.
Mittlerweile bin ich fünf Jahre weiter und habe mich nach reiflicher Überlegung voll dieser Arbeit hingegeben. Es gibt keinen Beruf der mir je so viel Freude gemacht hat. Ein Danke von Angehörigen die zufrieden mit der Betreuung und unserer Arbeit sind ist mehr Wert als alles andere.
Mittlerweile ist Trauerbegleitung zu meinem "Hobby" geworden, begonnen 2000 aus starker Betroffenheit durch eine hohe Anzahl an durch uns beerdigter Babys. Ich entdeckte eine neue Seite an mir, meine Unbefangenheit mit fremden Menschen ließ mich in engen Kontakt zu den Trauernden kommen und so konnte ich begleiten, unterstüzten und mit großer Freude schon Folgekinder auf dem Arm halten. Aus dieser Arbeit ist eine feste Gruppe der Sternenkindereltern in unserem Institut geworden.

Dann Frühjahr 2004, der Tod eines jungen Mannes, gerade mal ein halbes Jahr älter als ich. Sekundentod oder Herztod wie es so gerne genannt wird. Zurück blieb eine junge Witwe, kaum ansprechbar und irgendwie völlig gefangen in ihrem Schock. Schwanger mit dem zweiten Kind, das erste gerade zwei und mitten im Hausbau. Sie hat tapfer die Zeit bis zur Beerdigung, den Hausbau und die Schwangerschaft durchgestanden und ich habe immer noch losen Kontakt. Dieses Schicksal war für mich Auslöser für weiteres Engagement in Richtung Trauerarbeit. Ich kam durch Zufall auf diese wunderbare Seite und konnte mir schon so manchen Rat holen. Dank an alle die geduldig meine Fragen beantwortet haben, es hat mir gut getan und sehr geholfen.


Manche Träne habe ich schon vor dem Bildschirm vergossen, bin an meine eigene Grenzen gestoßen und habe mich immer aufgehoben gefühlt. Meine eigene Trauer ist natürlich immer bei mir und ich stelle mich gerne meinen Gefühlen. Der Achterbahn rauf und runter, den angenehmen und den unangenehmen Gefühlen, ich versuch sie zu nehmen wie sie kommen. Immer wieder fand ich Antworten hier im Chat oder durch persönliche Kontakte .


[l] So mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen seit Beginn meiner HP. Kurz nach meinem Geburtstag ist ein guter Freund von mir und meinem Mann gestorben . Es war furchtbar diese Trauer, wenn sie kommt , wie Achterbahn fahren bis der Schwindel kommt. Doch mein Leben ging erbarmungslos weiter und nach der Trauer kam Neuorientierung. Im Moment mache ich eine Ausbildung zum Geprüften Bestatter um unsere Arbeitsqualität weiter auszubauen und zu sichern.

Heute ist zwei Jahre weiter. Meine Usbildung habe ich erfolgreich abgeschlossen und den Berieb völlig umstrukturiert. Mein Fokus sind die Angehörigen und ihnen die Zeit so gut es geht zu erleichtern. Viele kleine Veränderungen kommen gut bei unseren Kunden an und alle "genießen" die familiäre Athmosphäre in unserem Institut. Ich werde so weiter machen und bin regelrecht gelandet.




letzte Änderung: 10.02.2007, 11:39
So da bin ich nun, der Besen, genauer gesagt Petra. Bin weiblich, kurz vor 40 und Mutter zweier Kids im Alter von 4 und 6. Dazu gibt es noch Bernd meinen Mann. Ihr fragt euch sicherlich wie ich hier hergekommen bin. Das berufliche Interesse führte mich letztes Jahr im Mai auf diese Seiten und ich bin seitdem ziemlich oft hier.Also lange Rede kurzer Sinn ich bin Bestatterin mit Leib und Seele und mein Beruf ist Berufung und Erfüllung für mich. Als ich meinen Mann kennenlernt konnte ich mir nicht vorstellen irgendetwas mit seiner Arbeit zu tun haben zu wollen, geschweige denn mir einen Toten anzuschauen, zu berühren war undenkbar.
Mittlerweile bin ich fünf Jahre weiter und habe mich nach reiflicher Überlegung voll dieser Arbeit hingegeben. Es gibt keinen Beruf der mir je so viel Freude gemacht hat. Ein Danke von Angehörigen die zufrieden mit der Betreuung und unserer Arbeit sind ist mehr Wert als alles andere.
Mittlerweile ist Trauerbegleitung zu meinem "Hobby" geworden, begonnen 2000 aus starker Betroffenheit durch eine hohe Anzahl an durch uns beerdigter Babys. Ich entdeckte eine neue Seite an mir, meine Unbefangenheit mit fremden Menschen ließ mich in engen Kontakt zu den Trauernden kommen und so konnte ich begleiten, unterstüzten und mit großer Freude schon Folgekinder auf dem Arm halten. Aus dieser Arbeit ist eine feste Gruppe der Sternenkindereltern in unserem Institut geworden.

Dann Frühjahr 2004, der Tod eines jungen Mannes, gerade mal ein halbes Jahr älter als ich. Sekundentod oder Herztod wie es so gerne genannt wird. Zurück blieb eine junge Witwe, kaum ansprechbar und irgendwie völlig gefangen in ihrem Schock. Schwanger mit dem zweiten Kind, das erste gerade zwei und mitten im Hausbau. Sie hat tapfer die Zeit bis zur Beerdigung, den Hausbau und die Schwangerschaft durchgestanden und ich habe immer noch losen Kontakt. Dieses Schicksal war für mich Auslöser für weiteres Engagement in Richtung Trauerarbeit. Ich kam durch Zufall auf diese wunderbare Seite und konnte mir schon so manchen Rat holen. Dank an alle die geduldig meine Fragen beantwortet haben, es hat mir gut getan und sehr geholfen.


Manche Träne habe ich schon vor dem Bildschirm vergossen, bin an meine eigene Grenzen gestoßen und habe mich immer aufgehoben gefühlt. Meine eigene Trauer ist natürlich immer bei mir und ich stelle mich gerne meinen Gefühlen. Der Achterbahn rauf und runter, den angenehmen und den unangenehmen Gefühlen, ich versuch sie zu nehmen wie sie kommen. Immer wieder fand ich Antworten hier im Chat oder durch persönliche Kontakte .


[l] So mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen seit Beginn meiner HP. Kurz nach meinem Geburtstag ist ein guter Freund von mir und meinem Mann gestorben . Es war furchtbar diese Trauer, wenn sie kommt , wie Achterbahn fahren bis der Schwindel kommt. Doch mein Leben ging erbarmungslos weiter und nach der Trauer kam Neuorientierung. Im Moment mache ich eine Ausbildung zum Geprüften Bestatter um unsere Arbeitsqualität weiter auszubauen und zu sichern.

Heute ist zwei Jahre weiter. Meine Usbildung habe ich erfolgreich abgeschlossen und den Berieb völlig umstrukturiert. Mein Fokus sind die Angehörigen und ihnen die Zeit so gut es geht zu erleichtern. Viele kleine Veränderungen kommen gut bei unseren Kunden an und alle "genießen" die familiäre Athmosphäre in unserem Institut. Ich werde so weiter machen und bin regelrecht gelandet.




letzte Änderung: 10.02.2007, 11:39
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