Nick:
Pass:
???
| Startseite | Community | Trauer | Literatur | Wissenswertes | Verein |
Banner ALLEINE
TheorieTheorie
Praxis Praxis
in memoriam in memoriam
verwitwet.de e.V. auf facebook
Folge verwitwet.de e.V. auf Twitter
über PayPal
oder per Online-Formular
Spenderliste
Vereinsmitglied werden
verwitwet.de-Shop
weiterempfehlen
Newsletter-Archiv
Chat
Mitgliederseiten
Internetfavoriten
Umfrage
Wunschliste
Gästebuch
Foren >> FAQ
Community
Allgemein
Halbwaise/Waise
Rund um die Homepage
Veranstaltungen
Weiterleben
Neue Partnerschaft
Kontaktbörse
Familie & Co.
Verein
Rund um den Verein
Literatur
Fachliteratur
Prosa und Gedichte
Vereinsmitglied herrderrin22:27
Vereinsmitglied kiarin22:27
Vereinsmitglied ascari22:26
Vereinsmitglied Nachtkerze22:25
Vereinsmitglied reikibine22:24
Anke22:24
cantare22:24
bose22:23
Marischka22:23
klke196422:23
solveigh22:22
clawe22:21
mondin22:16
Vereinsmitglied Singapore22:16
br00122:13
Yakari22:10
Vereinsmitglied cembalist22:08
Vereinsmitglied edelrose22:05
ille122:05
sale181422:02
colva22:02
Karle21:57
Vereinsmitglied Stoermer21:56
Tigger21:52
Vereinsmitglied Rixte21:47
Vereinsmitglied Nora21:46
Wolke197021:44
Vereinsmitglied mmeis0421:42
deepdive21:38
Vereinsmitglied wonick21:34
Vereinsmitglied cauri20:53
Vereinsmitglied Gespenst20:10
NannyOgg19:05
Bobber07:07
   
Besucher: 4673087
Communitymitglieder: 8435
Vereinsmitglieder: 862
Vereinsmitglied werden
Aktualisierung: 24.05. 21:25
ChatNeu
weitere Statistiken

verwitwet.de gehört zu den 6000 wichtigsten deutschen Internetadressen

   
© 2001 - Robert Scheithe
Trauer


    Theorie - Kinder

    Trauerprozess

    Redemanuskript zu einem Referat

    1. Ziel des Trauerprozesses beim Kind
    2. Voraussetzungen für den Verlauf und Ausgang des Prozesses.
    3. Einfluss von Rahmenbedingungen auf den Trauerprozess.
    4. Entwicklung des Todeskonzeptes beim gesunden Kind.
    5. Ausdrucksformen von Trauer bei Kindern
    6. Begriffserklärungen




    1. Ziel des Trauerprozesses beim Kind


    • Andenken an den verstorbenen Elternteil bewahren.
    • Bindung an den verlorenen Elternteil soweit lösen, dass neue Beziehungen eingegangen werden können.
    Oliver


    2. Voraussetzungen für den Verlauf und Ausgang des Prozesses.


    • Personenpermanenz, d.h. das Kind muss über eigene Vorstellungsbilder von der verstorbenen Person verfügen (Piaget, 1975) .
    • Todeskonzepte der Kinder beeinflussen ihre Auseinandersetzung.
    Oliver


    3. Einfluss von Rahmenbedingungen auf den Trauerprozess.


    • Ursache und Umstände des Verlustes sowie Informationen und Erklärungen darüber von den Erwachsenen.
    • Die Beziehungen innerhalb der Familie nach dem Verlust.
    • Die Beziehungsmuster zwischen Eltern und Kind vor dem Verlust (Bowlby 1983).
    • Subjektive Gewissheit des Kindes in Stabilität der verbleibenden Beziehungen (Sicherheit).
    • Kommunikation über den Tod in der Familie zur Korrektur kognitiver Fehldeutungen sowie gemeinsame Gefühle erleben zu können (Furmann 1977).
    • Art und Güte der Anpassung des überlebenden Elternteils an den Verlust ist für Adaption des Kindes von großer Bedeutung (Hildgard 1960, Hurme 1981).
    • Reaktion der sozialen Umgebung.
    • Konstanz der sozialen und räumlichen Umgebung.
    • Beibehaltung der Alltagsroutine.
    • Geschlecht des Elternteils des Kindes.
    Oliver


    4. Entwicklung des Todeskonzeptes beim gesunden Kind.

    (Wintsch 1996 bis 3 Jahre; Wittkowski 1990 ab 3 Jahre)

    9 Monate bis 1 Jahr:

    • Unterscheidung von belebten und unbelebten Objekten.
    • Noch in dieser Zeit erfährt das Kleinkind einen Verlust ausschließlich durch die traurige Stimmung und Gefühle der Eltern.

    1 bis 2 1/2 Jahre:


    • Beobachtung von belebt und unbelebt wird ausgedehnt und differenziert.

    2 1/2 bis 3 Jahre:


    • Negativ-Definition von Leben: Tod ist "nicht-leben".
    • Die Endgültigkeit wird nicht erfasst.
    • Rollenspiele, z.B. von Verkehrsunfällen, wie "Du bist jetzt schnell tot und nachher gleich wieder lebendig" sind häufig.

    Falls Verluste von engen Bezugspersonen erlebt werden, werden auch von unter 3jährigen klare Vorstellungen von der Endgültigkeit und Irreversibilität beobachtet.

    3 bis 5 Jahre:


    • Universalität und Unvermeidlichkeit des Todes noch nicht realisiert.
    • Glaube, den Tod durch bestimmte Verhaltensweisen (Verstecken) vermeiden zu können (magische Phase).
    • Meist Verständnis, dass einige Menschen (Alte) sterben müssen, aber Vorstellung, dass bestimmte Menschen (Eltern/Lehrer) nicht vom Tod betroffen sind.
    • Tod wird noch als vorübergehender Zustand (Schlaf oder Reise) angesehen.
    • Statt Nonfunktionalität herrscht Meinung: Todsein bestehe in einem reduzierten Leben = Graduelle abgestuftes Lebendigsein.
    • Äußere Gewalteinwirkung als Todesursache erkannt, innerorganische aber noch nicht.

    6 bis 8 Jahre:


    • Mindestens ein partielles Verständnis der konstituierenden Komponenten des reifen Todeskonzeptes wird erworben. Anscheinend werden Subkonzepte Universalität, Irreversibilität, Nonfunktionalität und Kausalität innerhalb dieser Zeitspanne verstanden.

    Ab 9 Jahren:


    • Reifes Todeskonzept. Das Kind kann logisch und biologisch zutreffende Kennzeichnungen der einzelnen Subkonzepte des Todeskonzeptes geben.
    Oliver


    5. Ausdrucksformen von Trauer bei Kindern


    • Kinder sind Gefühlen hilflos ausgeliefert (können sie nicht benennen), versuchen alles, was sie verunsichert, zu verdrängen
    • haben den Wunsch, möglichst normal zu sein
    • was sie fühlen, zeigen sie meist im Tun z. B. im Spielen, Zeichnen, Selbstgesprächen, körperlichen Reaktionen (Appetitlosigkeit, unruhiger Schlaf, plötzliche Aggressivität, oder Zurückziehen ins Schneckenhaus)
    • brauchen übliche Aktivitäten wie Spiele, Sport, Unterhaltung
    • reagieren oft mit Wut auf Verluste, zum Teil mit ungerichteter Aggression, aber auch mit direkten Vorwürfen an die Eltern oder den überlebenden Elternteil
    • sind verletzlich (Schutz vor Spott und Auslachen)
    • trauern sprunghaft, fragen direkt, sind in paar Minuten schon wieder vergnügen
    • wollen viel wissen, über den Unfall, die Krankheit, die Umstände, was passiert mit dem Toten
    • haben oft Wiedervereinigungswünsche (decken z. B. Tisch für Verstorbenen)
    • idealisieren den verstorbenen Elternteil während best. Phasen
    • leben unmittelbar, d.h., sie wollen traurig sein in Momenten, in denen sie wollen
    • nehmen manchmal intensiv Kontakte zu Tieren auf (verfügbarer als Menschen)
    • führen keine langen Gespräche. Aber brauchen Angebote dazu
    • sind ungern Außenseiter. Verständnis ja, Samthandschuhe nein!
    • reagieren nach einem Todesfall (insbes. eines Elternteils) häufig mit Trennungsängsten
    Oliver


    6. Begriffserklärungen

    Definition Todeskonzept nach Wittkowski (1990):

    Das Todeskonzept bezeichnet die Gesamtheit aller kognitiven Bewusstseinsinhalte (Begriffe, Vorstellungen, Bilder), die einem Kind oder einem Erwachsenen zur Beschreibung und Erklärung des Todes zur Verfügung stehen.

    Das Todeskonzept beinhaltet eine kognitive Komponente, an der primär Wahrnehmung und Denken beteiligt sind, sowie eine emotionale Komponente, welche die mit einzelnen kognitiven Inhalten des Todeskonzeptes verbundenen Gefühle abdeckt.


    Adaption (Adaptation) = Anpassungsvermögen an die Umwelt

    Universalität = Einsicht, dass alle Lebewesen sterben müssen.

    Nonfunktionalität = Erkenntnis, dass alle lebensnotwendigen Körperfunktionen mit dem Eintritt des Todes aufhören.

    Irreversibilität = Unumkehrbarkeit des einmal eingetretenen Todes.

    Kausalität = Todesursache sind physikalischer und biologischer Art.
    Oliver


    Weitere Beiträge zum Thema: Trauerprozess
     Wie Kinder trauern - Kinder in ihrer Trauer begleiten

copyright © 2000-2012 Oliver Scheithe
Startseite  - Trauer  - Literatur  - Wissenswertes  - Verein
Sitemap  - Teilnahmebedingungen  - Impressum  - Hilfe
Seit dem 18.02.2011 wurde diese Seite 39018 mal aufgerufen
Der letzte Aufruf erfolgte in 0.07 Sekunden