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Beitrag von Pumbaline (114 Beiträge) am Samstag, 19.Mai.2018, 22:44.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Belinda,

    Ich befinde in der gleichen Situation wie Du.
    Auch mein Mann ist plötzlich und ohne Vorwarnung völlig gesund hier zu Hause verstorben.
    Ich habe ihn gefunden... Und meine Welt ist zusammen gebrochen....

    Es war unglaublich schwer, wieder ein wenig Fuß zu fassen in einem völlig fremden ungewollten Leben.

    Angst vor dem 1. Jahrestag hatte ich auch.
    Aber es war dann nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte.
    Die Angst und die Wochen davor waren viel heftiger. Am Jahrestag war ich morgens am Grab und dann habe ich
    Den restlichen Tag mit meiner Freundin und ihrem Mann verbracht. Das war genau richtig... Ich fühlte mich aufgehoben und verstanden, sie haben mich aufgefangen.

    Am 2. Jahrestag war ich bewusst alleine.

    In unserem Haus, gemeinsamen Zuhause, habe ich mich von Anfang an nicht unwohl gefühlt.
    Muss jeden Tag viele Male an der Stelle vorbei, an der ich meinen Mann gefunden habe.
    Ich weiß nicht warum, aber es machte mir nichts aus.
    Habe es akzeptiert....

    Ich habe unser Zuhause zu meinem Zuhause gemacht und könnte es jetzt noch nicht aufgeben.
    Zu viele Erinnerungen hängen daran

    Mittlerweile sind es fast drei Jahre vorbei und ich komme in meinem Leben zurecht.
    Es ist alles anders und wird nie wieder so wie früher sein.
    Er fehlt mir jetzt und das wird immer so bleiben.

    Habe keine Angst vor dem Jahrestag.... Das Schlimmste das hast Du doch hinter Dich gebracht!
    Gestalte den Tag so, wie Du es empfindest und Dich fühlst... Dann ist es richtig und gut....

    LG Pumbaline


    *** editiert von Pumbaline am Samstag, 19.05.2018, 22:45 ***

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Beitrag von ErnaLu1961 (76 Beiträge) am Dienstag, 15.Mai.2018, 23:26.

  Zuhause aufgeben?

    Hallo ihr Lieben, ich brauche Rat
    Mein Mann ist am 22.Mai 1 Jahr tot.plötzlicher Herztod mit 55,habe ihn Zuhause tot gefunden. Seit dieser Zeit habe ich immer grosse Beklemmung, wenn ich ins Haus komme, egal, wie lange ich weg war.immer diese Bilder im Kopf, die Reanimationsversuche, die Panik, die vielen Menschen, meine verzweifelten Kinder, mein Alptraum ohne Abschied.
    Je mehr Zeit vergeht, desto schlimmer wird alles, vor allem das Zuhausesein. Meine Tochter wohnt weiter weg, der Sohn ist viel unterwegs.
    Wir hatten ein schönes, gutes, glückliches Heim, jetzt ist es nur noch ein Nichtmehrzuhause. Kann ich all das aufgeben, verkaufen, nicht wissen, wo ich neu anfangen kann? Wird es woanders besser mit diesen Bildern im Kopf ? Mein Sohn möchte dieses zuhause nicht aufgeben, er fühlt sich trotz dem schlimmen Erlebnis hier wohl.
    Ich habe Angst vor allem, vor diesem Todestag, vor Entscheidungen, vor der Zukunft, dem Alleinsein...und es wird gefühlt schlimmer jetzt nach diesem ersten Jahr.
    Ist es noch zu früh, das Haus aufzugeben? Kann es doch noch ein wieder Zuhause werden ?
    Habt Ihr ähnliches erlebt?wie habt Ihr Euch entschieden ?
    Danke für Eure Nachricht.
    LG Belinda / ErnaLu

Beitrag von conny2 (1464 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 12:22.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Liebe ErnaLu1961,

    das Aufgeben des gemeinsamen Zuhauses ist dann sinnvoll, wenn es einem nichts mehr bedeutet, will heißen, dass man es als einen Ort empfindet, an dem einen nichts mehr hält und man sich sicher darin ist, dass es anderswo besser werden wird. Dabei fragt sich freilich, ob ein anderer, neuer Ort, auch wirklich ein neues Zuhause ist oder dazu werden kann. Man sollte abwägen, was man hat – und was einen erwartet, wenn man es nicht mehr hat. Wenn man das nicht so genau weiß, sollte man m.E. besser bleiben, wo man ist. Denn gesetzt den Fall, Du gibst Dein Zuhause auf und findest anderswo nicht, was Du zu finden hoffst, wird Dein Leid nur umso größer sein; erst recht, wenn Du es gerne rückgängig machen möchtest und es nicht rückgängig machen kannst, weil Du, z.B. mit dem Verkauf eines Hauses auch die auf dem Rückweg liegende Brücke abgebrochen hättest.

    Ich, für mich, habe es so gemacht, dass ich mir eine positive Haltung zu den meisten gemeinsamen Orten zugelegt habe, bzw. mich darum bemühe. Das geht ganz gut. Und an solchen Orten fühle ich mich meiner Frau nahe. Einen Ort gibt es allerdings, an dem ich es noch nicht alleine aushalte, das ist unser Wochenendhaus im Odenwald. Da geht es mir wie Dir, dass mich der Schmerz fast erdrückt. Aber ich gebe dieses Haus nicht auf, weil ich weiß, dass ich irgendwann die Kraft haben werde, es wieder zu lieben. Darauf freue ich mich schon heute.

    Liebe Grüße
    conny2





    *** editiert von conny2 am Mittwoch, 16.05.2018, 12:38 ***

Beitrag von Holzkopf (694 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 14:33.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Liebe Belinda,
    das, was Du an Symptomen bei Dir schilderst, klingt sehr nach traumatischen Belastungen. Und die kannst Du am besten mit einer Psychotherapeutin angehen, die spezialisiert ist aut Traumabearbeitung. Die Chance, diese Bilder damit "in den Griff" zu bekommen, ist recht gut. Der Wechsel des Hauses, also eine äußere Hilfe, wird Dir mit großer Wahrscheinlichkeit bei diesem Problem nicht helfen, sondern nur eine innere Hilfe, sprich Psychotherapie.
    Herzlichen Gruß
    Anke


Beitrag von TinaleS (19 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 14:37.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Belinda,
    mein Mann ist im Januar 2017 nicht bei unserem Wohnhaus, sondern bei dem Wohnhaus meines Sohnes tödlich verunglückt. Mein Sohn wohnt dort weiterhin und fühlt sich dort trotzdem noch recht wohl. Auch ich kann es dort gut aushalten. Es dauert eine Weile bis man sich mit den Bildern im Kopf auseinandergesetzt hat. Ich habe ebenfalls das Gefühl, dass das zweite Jahr ohne ihn noch schwerer ist als das erste. Die Trauer hat sich in eine ständige Sehnsucht und Schmerz gewandelt. Die Zeit um den ersten Todestag herum empfand ich als besonders schwer.
    Ich würde in dieser Zeit nach Möglichkeit keine so weit reichende Entscheidung, wie den Verkauf des eigenen Hauses, fällen. Auch die Gefühle deines Sohnes solltest du vielleicht nicht völlig außer acht lassen.
    Wenn du in einem Jahr immer noch das Gefühl hast es ist eher ein Nichtmehrzuhause kannst du sicher klarer entscheiden.
    Fühle dich aus der Ferne umarmt.
    LG Christina

Beitrag von ErnaLu1961 (76 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 15:01.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Lieben Dank für Eure Nachrichten.
    Es bin wirklich nicht soweit, um solch endgültige Entscheidungen zu treffen. Bin schon seit einigen Monaten bei einer Psychologin, aber von Traumatherapie weit entfernt. Sie sagte letztens, ich solle mich an meine Zeit vor meiner Ehe erinnern, dort anknüpfen, wo ich auch als Single gut zurechtkam!!was das sollte, weiss ich nicht...30 Jahre Ehe, Familie ausblenden ?!? Ich bin 57 und keine 27jährige Singlefrau mehr...hatte danach mein gutes, glückliches, ausgefülltes Leben mit meinem Mann und 2 Kindern.
    So einfach scheint das wohl nur für Psychologen zu sein.
    Man muss schon jemanden haben, der sich mit Verlust,Trauer, auskennt. Aber es war fast unmöglich, überhaupt einen Termin zu bekommen. Nach und nach spüre ich, dass wir doch nicht zusammenpassen. Auch für sie MUSS es nach dem trauerjahr!! Besser werden.sonst ist's pathologisch...
    Jedenfalls ging's mir zwischenzeitlich mal etwas besser.
    Ich lese hier, dass ich wohl nicht "unnormal" bin, so wie es vermeintliche Freunde schonmal meinen...Immer noch nicht gut??
    Nein, es ist immer noch nicht gut, nichtmal besser...
    Mein Mann ist immer noch tot...
    Ich verliere auch oft die Geduld mit mir, weil viele andere so viel erwarten.
    Freunde sind leider nicht viele übriggeblieben in diesem schrecklichen Jahr voller Verzweiflung.
    Aber neue, wertvolle Menschen dazugekommen...wo man sich nicht rechtfertigen und erklären muss...
    Habe diese Woche Urlaub... sitze zuhause gelähmt, kann nicht's mit mir anfangen.
    Es MUSS sich etwas ändern, ich muss etwas ändern, einen Grund finden, weiterzumachen...
    LG Belinda

Beitrag von Jasmin2 (1475 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 16:34.

  Re: Zuhause aufgeben?

    hallo Belinda,
    ja, du bist (aus unserer Sicht der Mitbetroffenen) völlig "normal". Um die Zeit des ersten Jahrestages ging es mir vor etlichen Jahren auch besonders schlecht - eigentlich emotional fast schlechter als zum Zeitpunkt des Todes selbst, weil ich es gefühlsmäßig viel stärker empfunden habe und vllt auch weil ich dachte, nach dem ersten Jahr schon viel weiter sein zu müssen. Doch die ganzen Erinnerungen an das Jahr zuvor trafen mich messerscharf, ich hätte jede Stunde aus den letzten Tagen noch wiedergeben können, wobei mein Mann lange vorher schwer krebskrank war. Es fing schon vier Wochen vor dem Tag X an und dauerte etwas danach an. Das gleiche Prozedere - nur von Jahr zu Jahr abgeschwächter - fand in den nächsten Jahren besonders um diese Zeit herum statt. Meine Therapeutin sagte damals, es sei ganz normal und unser Gehirn verarbeitet auf diese Weise. Nun - nach acht Jahren - war ich zwei Tage lang etwas melancholischer und auch schlapper, dann wurde es wieder besser, kein Vergleich zu den allerersten Jahren.

    Insofern hast du vllt gerade einfach den Impuls, am liebsten davonrennen zu wollen und die Vorstellung, es gehe dir an einem anderen Ort besser als in eurem (bisher gemeinsamen) Haus - ich vermute, du könntest am Ende der Welt stehen und hättest die Bilder in dir drin.
    Ich wäre selbst am liebsten die ersten Jahre ausgezogen, doch meine Kinder wollten dies auf keinen Fall ("nicht auch noch ihr Zuhause" verlieren- war der O-ton). Ich kämpfte auch mit den Bildern meines schwerkranken Mannes im Krankenbett im Wohnzimmer, viele furchtbare Szenen.

    Ob man das nun pathologisch nennt oder wie auch immer, es zeigt immerhin, dass die Verarbeitung dich doch noch sehr viel Kraft kostet und ich würde mich gerne Anke/Holzkopf anschließen und dir empfehlen, nach entspr. therapeutischen Möglichkeiten zu suchen. Allein die kognitive Verhaltenstherapie (auf Gesprächsbasis) reicht bei solchen traumatischen Belastungen oft nicht. Meine Therapeutin hatte vor ein paar Jahren "zufällig" gerade eine Ausbildung in EMDR (www.emdria.de) gemacht, eine hilfreiche Form der Traumatherapie, die mir hier im Forum auch von einer Betroffenen nach guter ERfahrung empfohlen wurde.
    Zusätzlich habe ich eine Ärztin, die mittlerweile therapeutische Hypnose anbietet zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen etc. - besonders das hat mir SEHR weitergeholfen.

    D.h. es gibt immer noch Optionen und manchmal begegnen einem diese erst, wenn man mal davon gehört hat o.ä.
    Also vllt schaust du nochmal weiter in deiner Gegend!
    In einer solchen Situation weitreichende Entscheidungen zu treffen, würde ich auch nicht für sinnvoll halten, wie du ja selbst schon schreibst und es klingt doch so, als würdest du auch noch an eurem Haus hängen.

    Wenn es gerade so schwer für dich ist, versuche dir ganz viel Gutes zu tun, ein schönes Buch, einen schönen Film schauen, ein Stück Torte u.v.m.
    Es wird auch wieder aufwärts gehen ;)

    Ich wünsche es dir jedenfalls!
    LG Jasmin

Beitrag von ErnaLu1961 (76 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 22:11.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Liebe Jasmin
    Ich danke Dir für diese wundebare und irgendwie beruhigende Nachricht.
    Es tut gut zu erfahren, dass ich hiermit nicht alleine stehe.
    Ja,ich hänge an unserem Haus, gemeinsamem Lebensprojekt, geschaffen für uns, die Kinder,unserem Lebensabend zu zweit, der in greifbarer Nähe war...
    Versuche, Therapien zu "finden" die mich hoffentlich weiterbringen.
    So ist das Leben kaum mehr aushaltbar...
    LG Belinda

Beitrag von Nafets (612 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 22:23.

  Re: Zuhause aufgeben?

    „Sie sagte letztens, ich solle mich an meine Zeit vor meiner Ehe erinnern, dort anknüpfen, wo ich auch als Single gut zurechtkam!!was das sollte, weiss ich nicht...30 Jahre Ehe, Familie ausblenden ?!? Ich bin 57 und keine 27jährige Singlefrau mehr...hatte danach mein gutes, glückliches, ausgefülltes Leben mit meinem Mann und 2 Kindern.“
    ***

    Liebe Belinda, lieber conny2,

    ich sehe das wohl etwas anders als Ihr und kann die Aussage der Therapeutin durchaus gut verstehen. Weil ich von selbst auch Ähnliches für mich empfunden habe. Es geht nicht darum, 30 Jahre einfach auszublenden ... ... die Uhr einfach nur zurückzudrehen; sondern es geht um das eigene "Selbstbewusstsein". Sich für einen Moment vorzustellen, dass es auch ein Leben zuvor "allein" gegeben hat, in dem man viell. auch tolle Erlebnisse hatte und schwierige Situationen doch am Ende gut gemeistert hat - um daraus "Kraft" und "Zutrauen" im Jetzt zu gewinnen, dass man auch den neuen, so schwierigen Lebensabschnitt wieder meistern wird. Es gibt Tage, da hilft mir diese Erinnerung ...

    Über das "Zuhause" habe ich an anderer Stelle, ich glaube unter Standpunkt, schon einmal ausführlicher geschrieben. Ein immer noch schwieriges Thema für mich. Ich glaube, erst sollte das "Zutrauen" wieder da sein (s.o.), LEBEN auch unter ganz neuen Umständen wirklich allein zu bewältigen, bevor man es tatsächlich versucht. Denn auch hier gibt es am Ende kein Zurück.

    Herzl. Gruß
    Stephan

    *** editiert von Nafets am Mittwoch, 16.05.2018, 22:23 ***

Beitrag von conny2 (1464 Beiträge) am Donnerstag, 17.Mai.2018, 19:38.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Lieber Stephan,

    der Rat einer Psychologin, da anzuknüpfen, wo ein/e Verwitwete/r vor der Ehe als Single gut zurechtkam, ist m.E. nur vertretbar, wenn diese Psychologin zuvor sicher geklärt hat, dass in der Psyche des/der Verwitweten in der Zeit vor der Ehe etwas zu finden ist, woran sie/er hinsichtlich ihrer/seiner seelischen Stabilität mit Aussicht auf Erfolg anknüpfen kann. Wenn nicht, ist dieser Rat schlicht kontraproduktiv. Denn wer seine Persönlichkeit, sein Selbstbewusstsein, sein Ich erst in der Ehe gemeinsam mit dem/der verstorbenen PartnerIn entwickelt hat, wird keine Besserung seines jetzigen Zustandes erfahren, wenn sie/er quasi auf die Stufe ihrer/seiner Entwicklung zurück geht, auf der sie/er vor dem Zusammenwachsen in der Partnerschaft stand, sofern das überhaupt möglich ist. Verena Kast spricht in diesem Zusammenhang vom Übergang vom sog. Beziehungsselbst, d.h. dem in der Beziehung erworbenen Selbst zum individuellen Selbst, was zu begleiten eine Herausforderung für den/die Therapeutin ist. Da einfach zu sagen: Knüpfen Sie da an, wo Sie sich vor der Ehe als Single gut gefühlt haben, beschreibt allenfalls DIE AUFGABE, vor der DIE THERAPEUTIN steht, ist aber keinesfalls etwas, das die/der Verwitwete alleine bewältigen könnte, insbesondere dann, wenn es bei ihr/ihm so gut wie nur das Beziehungsselbst gibt und das individuelle Selbst in der Beziehung verkümmert ist oder überhaupt erst noch entwickelt werden muss.

    LG, conny2










    *** editiert von conny2 am Donnerstag, 17.05.2018, 21:01 ***

Beitrag von everest (626 Beiträge) am Freitag, 18.Mai.2018, 09:09.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo conny2,

    ich befürchte, dass Du einiges falsch verstanden hast.:

    „ ..., wenn es bei ihr/ihm so gut wie nur das Beziehungsselbst gibt und das individuelle Selbst in der Beziehung verkümmert ist oder überhaupt erst noch entwickelt werden muss.“

    Gerade da (Verkümmerung des „eigenen Selbst“) setzt ja die Problematik an – mal abgesehen davon, dass auch schon vor jeder Partnerschaft/Beziehung es ein „eigenes Selbst“ gab/gibt – nämlich sich genau an das „eigene Selbst“ zu erinnern bzw. „uns wieder fragen, was denn unser eigenes Selbst überhaupt ist.“

    „Trauern: Vom Beziehungsselbst sich auf das eigene Selbst zurück organisieren
    Das Beziehungsselbst
    Unter dem Beziehungsselbst verstehe ich die Verinnerlichung der Dynamik der engagierten Beziehung und der damit verbundenen wechselseitigen Belebung von Persönlichkeitsanteilen im Laufe der Zeit. Es ist ein sich veränderndes Symbol entsprechend der Veränderung der Beziehung. Beide Partner haben sowohl ein je eigenes Beziehungsselbst als auch ein eigenes Selbst, das durch die Beziehung nicht oder nur wenig beeinflusst ist.
    Verlieren wir einen Menschen, verlieren wir die Beziehung und in gewissem Sinn auch das Beziehungsselbst, das sich nicht mehr weiter entwickeln kann.Wir müssen uns auf unser eigenes Selbst, das möglicherweise während der Beziehung eher im Hintergrund war, zurück organisieren, uns wieder fragen, was denn unser eigenes Selbst überhaupt ist.
    Mit komplizierter Trauer reagieren Menschen, wenn sie einen zu wenig bewussten Zugang zu ihrem eigenen Selbst haben, wenn sie etwa zu sehr in der Beziehung „aufgegangen“ sind.
    Durch die Reflektion des Beziehungsselbst wird ersichtlich, welche Themen in der Trauerarbeit im Mittelpunkt stehen.
    Dieses Beziehungsselbst –, das ein Selbst ist, das in der Interaktion entsteht – wird durch die gelebte Ich-Du Beziehung geformt, besonders durch das wechselseitige Wahrgenommenwerden und damit durch die Versicherung der sich entwickelnden Identität. So, wie der verstorbene Mensch uns angesehen und damit auch gesehen hat, liebevoll,ärgerlich, wissend, so schaut uns niemand mehr an. Andere Menschen werden uns anders ansehen, aber nicht mehr so.
    Zur Ich-Du Beziehung gehört auch der miteinander gestaltete Alltag, gehören die Interessen, die Werke, die man miteinander vollbracht hat, vollbringt und noch vollbringen wird. Diese „Werke“ können Kinder sein, Unternehmungen, etwas, das man miteinander aufgebaut und gestaltet hat, Pläne, Ideen, die auch in die Zukunft weisen: alles, was wir einmal miteinander auf die Beine gestellt haben werden, was wir miteinander gestaltet haben werden, und zwar wirklich miteinander –, dadurch, dass wir zusammen gearbeitet, einander angeregt, herausgefordert, aufgeregt haben. Vielleicht haben wir auch Dinge gestaltet, an denen der Partner oder die Partnerin kaum Anteil hatte. Das war unseres, gehörte zu unserem eigenen Selbst – ,aber in den meisten Beziehungen werden Dinge realisiert, die man alleine nicht geschafft hätte, weil man einander anregt, weil man es voneinander erwartet, weil man zu zweit mehr, aber auch weniger ist als allein.
    Das Beziehungsselbst, ein gemeinsames dynamisches Selbst, das aber doch jeder aus seiner Sicht erlebt, erlaubt es, dass Projektionen über lange Jahre aufrecht erhalten werden, ohne dass sie dringend zurückgenommen werden müssen. Ich denke z.B. an einen Mann, der überzeugt ist, dass seine Frau geizig ist und der etwas darunter leidet, aber auch einverstanden ist damit. Nach dem Tod der Frau musste er feststellen, dass er ohne sie geradezu grotesk geizig ist.
    Dasselbe gilt für die Delegationen: Man hat mehr oder weniger deutlich ausgemacht, wer für welche Gebiete des Lebens zuständig ist –, und man belässt es dabei. Nehmen wir als Beispiel den fast 90-Jährigen, der feststellt, dass er keine Geschenke kaufen kann, weil das immer seine Frau gemacht hat, der es dann doch noch lernt und sich darüber ärgert, dass seine Frau etwas so Schönes ganz für sich usurpiert hat. Dabei muss er zugeben, dass er diese „Schenkerei“ über Jahrzehnte hinweg als „Weiberkram“ abgetan hat.
    Zum Beziehungsselbst gehören – und das ist der wichtigste Aspekt des Beziehungsselbst –Eigenheiten und Entwicklungen, die durch die Beziehung ineinander geweckt, „auseinander herausgeliebt“ worden sind. Dazu gehören auch Veränderungen im eigenen Selbst, in der eigenen Persönlichkeit, die durch die gestaltete Beziehung zu diesem Menschen geweckt worden sind.
    Dieser Aspekt des Beziehungsselbst geht meistens zurück auf die Zeit des sich Verliebens. Verlieben sich zwei Menschen, dann projizieren sie die besten Möglichkeiten in den anderen hinein –und das muss nicht Blindheit der Liebe sein, wenn auch idealisierend –, sondern es werden Entwicklungsmöglichkeiten gesehen, die da sind, und die im Laufe dieser gemeinsamen Beziehung auch teilweise realisiert werden können. Ein Mann erzählte, dass er, bevor er seine Frau kennen gelernt hatte, ständig aggressiv die Menschen anging, so richtig „stachelig“ war, gefürchtet und sehr allein. Dann traf er seine Frau, die ihm sagte, dass es zwar sehr schön sei, dass er sich so mutig anderen stelle – er habe einen wunderbaren Mut – ,und dieser Mut, zusammen mit der Freundlichkeit, die ihn auszeichne, seien doch genug, er müsse doch nicht ständig die Stacheln stellen. Und da habe er sich verändert, sei mutig und umgänglich geworden. Seine Angst: Nun, da seine Frau gestorben war, könnte er wieder so stachelig werden.
    Natürlich werden – meistens nicht am Anfang, sondern im Laufe der Beziehung – auch Eigenheiten belebt, herausgezwängt, die man als weniger positiv bewertet: Im Beziehungsselbst schlagen sich auch schwierige Wechselwirkungen nieder. Eine Frau meinte: Ich war immer sehr vertrauensvoll, habe mich aber in dieser Beziehung so oft belügen lassen, fühlte mich so oft belogen, dass ich jetzt misstrauisch bin –kein schönes Lebensgefühl.
    Die Ich-Du Beziehung in ihrer ganzen Komplexität kommt durch den Tod des Partners, der Partnerin, zu einem Ende. In der Erinnerung an das gemeinsame Leben wird sie abgeschlossen, bewertet, und der Blick wird frei auf nicht Realisiertes.
    Verstecken sich in den nicht aufgelösten Projektionen und Delegationen eher Entwicklungsaufgaben, die noch wahrzunehmen sind, dann sind die Eigenheiten, die durch die Beziehung geweckt, „herausgeliebt“worden sind, etwas, das wir nicht verloren geben müssen, wenn wir einen Menschen verloren haben. In diesem „Herausgeliebten“ hat sich die Beziehung zum Menschen, den wir verloren haben, im eigenen Leben, im eigenen Selbst, niedergeschlagen, darin leben die Menschen, die wir verloren haben, noch mit, hier machen sich Dankbarkeit und Wehmut erfahrbar. Wir können, bedenken wir diesen Aspekt, auch als liebender Mensch zurück bleiben.

    ...“
    https://www.psychotherapie-wissenschaft.info/index.php/psywis/article/view/227/410


    Beste Grüße
    everest

    *** editiert von everest am Freitag, 18.05.2018, 10:31 ***

Beitrag von Holzkopf (694 Beiträge) am Freitag, 18.Mai.2018, 10:05.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Halo everest,
    Deine Ausführungen sind sehr interessant.

    Von "Trauern..bis ..allein" ist der Text in Anführungsstriche gesetzt, also wohl ein Zitat. Woraus und von wem stammt das Zitat und ist der übrige Text Dein eigener?
    Das ist für mich nicht ganz ersichtlich, aber doch wichtig.
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
    Gruß
    Anke

Beitrag von everest (626 Beiträge) am Freitag, 18.Mai.2018, 10:36.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Anke,

    leider ;-( sind es nicht meine Ausführungen - ich möchte mich ja nicht mit fremden Federn schmücken! Der gesamte Text stammt von Verena Kast (siehe den Link). Das Anführungszeichen nach "allein" hat sich so eingeschlichen. Ich habe es mittlerweile korrigiert.

    Liebe Grüße
    everest



    *** editiert von everest am Freitag, 18.05.2018, 10:39 ***

Beitrag von conny2 (1464 Beiträge) am Freitag, 18.Mai.2018, 12:02.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch verstanden habe. Die m.E. zutreffende These von Verena Kast aus dem von mir erwähnten Buch „Trauern, Phasen und Chancen des psychischen Prozesses“ (die sie an der von everest zitierten Stelle nur wiederholt), lautet:

    „Im Trauerprozess organisieren wir uns vom Beziehungsselbst auf das eigene Selbst zurück.“

    Daraus folgt im Hinblick auf den Vorhalt von Mitforistin Belinda an die Adresse ihrer Psychologin:

    Wer die Rückorganisation vom Beziehungs-Selbst auf das individuelle Selbst nicht alleine bewältigen
    kann – z.B. weil das eigene Selbst schon vor der Ehe schwach ausgebildet war und in der Ehe nicht weiter ausgebildet wurde, eben weil in der Ehe in erster Linie das Beziehungs-Selbst gelebt wurde – und wer aus diesem Grund nach dem Tod der Partnerin/des Partners psychologische Hilfe benötigt, dem hilft man nicht, indem man ihm sagt: "Knüpfen Sie da an, wo sie sich vor der Ehe als Single gut gefühlt haben." Das ist ungefähr so, wie wenn es ein Lungenarzt damit bewenden lassen wollte, seiner lungenkranken PatientIn zu sagen: Gehen sie dorthin zurück, wo sie vor ihrer Erkrankung gute Luft hatten.







    *** editiert von conny2 am Freitag, 18.05.2018, 12:10 ***

Beitrag von everest (626 Beiträge) am Donnerstag, 17.Mai.2018, 12:51.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Belinda!

    Ich würde die Aussage der Therapeutin auch eher in die Richtung von Stephan interpretieren wollen, nämlich dass es nicht darum geht, die Zeit mit dem Partner auszublenden, zumal die Therapeutin genau dies ja auch nicht gesagt hat, sondern Du hat es für Dich so interpretiert.

    Vielleicht solltest Du Deine Therapeutin genau auf die unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten ansprechen. Interessant wäre es zu erfahren, in welchem Zusammenhang diese Aussage gemacht wurde.

    Merke: Oft hört man nur das, was man hören möchte!

    In diesem Sinne beste Grüße
    everest

Beitrag von conny2 (1464 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 17:50.

  Re: Zuhause aufgeben?

    „Sie sagte letztens, ich solle mich an meine Zeit vor meiner Ehe erinnern, dort anknüpfen, wo ich auch als Single gut zurechtkam!!was das sollte, weiss ich nicht...30 Jahre Ehe, Familie ausblenden ?!? Ich bin 57 und keine 27jährige Singlefrau mehr...hatte danach mein gutes, glückliches, ausgefülltes Leben mit meinem Mann und 2 Kindern.“
    ***
    Liebe Belinda,

    aus solchen und anderen Gründen zog und ziehe ich psychologische Literatur einer psychotherapeutischen Behandlung vor, wie z.B. das Buch „Trauern, Phasen und Chancen des psychischen Prozesses“, von Verena Kast (was allerdings auch nicht nach jedermanns/jederfrau Geschmack ist). Nachdem meine Frau und ich schon bei IHRER Krankheit kein Glück mit Ärzten hatten, war meine Furcht, an eine/n psychologische/n QuacksalberIn zu geraten, einfach zu groß. Aber jetzt, etwas mehr als drei Jahre nach IHREM Tod, komme ich auch ohne Trauerliteratur zurecht. Die Trauerarbeit mit sich selbst nimmt einem sowieso niemand ab. Mir haben dabei Bücher, Gedichte und viele Beiträge in diesem Forum, sowohl gelesene als auch selbst geschriebene, sehr geholfen, wieder klar zu sehen – mit IHR im Herzen, bzw. im orbifrontalen cortex, wie man heute wohl sagen würde.

    LG, conny2



Beitrag von ErnaLu1961 (76 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 22:03.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Ja, Conny...da hast Du recht.
    Verena Kast war mein erstes Buch, viele folgten.
    Die Psychotherapeutin war sowas wie mein erster Rettungsanker, aber im Laufe der Monate auch mit mir überfordert. Ich passe irgendwie nicht in die Erfolgsgeschichten, wo nach ein paar Monaten alles wieder GUT SEIN MUSS !
    wenn Trauer Liebe ist, habe ich sehr viel geliebt und werde wohl immer lieben.
    Das versteht eben nur jemand, der es erlebt bzw. Selbst betroffen ist...
    Niemand, wirklich niemand sonst sollte uns Trauernde be - oder verurteilen, Weil unsere Seelen nicht heilen.
    LG Belinda

Beitrag von Hollys (23 Beiträge) am Mittwoch, 16.Mai.2018, 21:05.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Belinda,
    Ich habe nicht das erlebt was du erlebt hast, aber Ich bin auch immer noch in unsere Wohnung. Ich muss aber auch sagen das Ich mich im Laufe der Zeit hier weniger zu Haus fühle. Es ist, als hielt mich diese Wohnung fest. Ich mag nichts umstellen, jede Veränderung ist schwer.... Ich hatte auch Angst vor dem ersten Todestag.Aber er kam unausweichlich, und es war alsträfe ich meinen Mann wieder. Es war zwar sehr schlimm als er starb, aber es war dann nicht nur die Erinnerung an dieses sterben, sondern auch dieses Gefühl das es von nun an unser Tag ist. Und seither ist die Angst vor dem Todestag fort. Angst vor Entscheidungen, vor der Zukunft und besonders vor dem allein sein, das kenne ich auch. Es wird aber weniger, glaube mir. Hab Geduld mit Dir und höre auf dein Herz.

Beitrag von malcolm (195 Beiträge) am Donnerstag, 17.Mai.2018, 15:28.

  Re: Zuhause aufgeben?

    hallo belinda.mir ist ähnliches passiert wie dir meine frau starb auch am plötzlichem herztot mit 47.ich wohne trotzdem weiter in unserem großen haus .sogar alle ihre sachen sind noch im schrank .die veränderungen die ich vorgenommen habe gingen ganz langsam und in absprache mit meinen erwachsenen töchtern.es ist zwar nicht meine elternhaus aber das meiner frau und unserer kinder.mich wollten auch schon einige zum terapeulten schicken.meine meinung dazu ist .die haben von unserer situation keine ahnung .denn keiner von diesen quaksalbern hat seinen partner verloren .die reden nur das was sie aus büchern gelernt haben.unsere trauer u der verlust sind aber real.ich kann nur raten lasst euch von niemanden zu etwas übereden wie zb.such dir ne neue wohnung oder räum alles raus was dich an deinen partner erinnert.das kann nach hinten losgehen.und man bereut es zu tiefst.es ist zwar alles scheiße so wie es ist .aber allein einen überstürzten neuanfang .kann nur in der katasrophe enden .meine schwägerin hat 1999 ihren mann verloren (es war der bruder meiner frau)sie lebt auch eiter im gemeisamen haus allein.trauer braucht zeit und nur jeder selbst weis wie lang es ist .bei mir sind es nun über 4 jahre .lg malcolm

Beitrag von Jasmin2 (1475 Beiträge) am Donnerstag, 17.Mai.2018, 18:16.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Malcolm
    es steht dir natürlich frei, deine eigene Einstellung zu Psychotherapeuten zu haben, doch diese grundsätzlich als Quacksalber zu bezeichnen ist einfach nur respektlos und intolerant.
    Jede Berufsgruppe hat Personen, die es mehr oder weniger drauf haben und bzgl. Psychotherapeuten kommt dazu, dass man nicht mit JEDEM kann - keine Frage. Dazu gibt es ja auch die Sitzungen zum Ausprobieren.

    Ich selbst habe wirklich mehrfache Erfahrungen mit Psychotherapeuten gemacht (aufgrund verschiedener Umstände) und bin jedem einzelnen dankbar für die hilfreiche Unterstützung - einen einzigen gab es, der mir nicht passte und daher habe ich mich anders orientiert.

    Meine Therapeutin, die ich nach dem Tod meines Mannes in Anspruch genommen habe, hatte teilweise mehr Verständnis für meine - in meinen Augen - langsame Regeneration als ich selbst. Sie ist definitiv NICHT verwitwet, hatte trotzdem sehr viel Einfühlungsvermögen und fand es selbstverständlich, dass ich immer wieder mal traurige Zeiten haben werde etc.

    Also, das möchte ich gerne für alle in dieser Hinsicht ängstlichen Betroffenen loswerden!!

    Lieben Gruß
    Jasmin

Beitrag von Holzkopf (694 Beiträge) am Freitag, 18.Mai.2018, 19:01.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Belinda,
    ich habe Dir in Dein Postfach geschrieben: Linke Spalte, Postamt, grüne Fahne heißt, dass man Post bekommen hat.
    Lieben gruß
    Anke

Beitrag von Pumbaline (114 Beiträge) am Samstag, 19.Mai.2018, 22:44.

  Re: Zuhause aufgeben?

    Hallo Belinda,

    Ich befinde in der gleichen Situation wie Du.
    Auch mein Mann ist plötzlich und ohne Vorwarnung völlig gesund hier zu Hause verstorben.
    Ich habe ihn gefunden... Und meine Welt ist zusammen gebrochen....

    Es war unglaublich schwer, wieder ein wenig Fuß zu fassen in einem völlig fremden ungewollten Leben.

    Angst vor dem 1. Jahrestag hatte ich auch.
    Aber es war dann nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte.
    Die Angst und die Wochen davor waren viel heftiger. Am Jahrestag war ich morgens am Grab und dann habe ich
    Den restlichen Tag mit meiner Freundin und ihrem Mann verbracht. Das war genau richtig... Ich fühlte mich aufgehoben und verstanden, sie haben mich aufgefangen.

    Am 2. Jahrestag war ich bewusst alleine.

    In unserem Haus, gemeinsamen Zuhause, habe ich mich von Anfang an nicht unwohl gefühlt.
    Muss jeden Tag viele Male an der Stelle vorbei, an der ich meinen Mann gefunden habe.
    Ich weiß nicht warum, aber es machte mir nichts aus.
    Habe es akzeptiert....

    Ich habe unser Zuhause zu meinem Zuhause gemacht und könnte es jetzt noch nicht aufgeben.
    Zu viele Erinnerungen hängen daran

    Mittlerweile sind es fast drei Jahre vorbei und ich komme in meinem Leben zurecht.
    Es ist alles anders und wird nie wieder so wie früher sein.
    Er fehlt mir jetzt und das wird immer so bleiben.

    Habe keine Angst vor dem Jahrestag.... Das Schlimmste das hast Du doch hinter Dich gebracht!
    Gestalte den Tag so, wie Du es empfindest und Dich fühlst... Dann ist es richtig und gut....

    LG Pumbaline


    *** editiert von Pumbaline am Samstag, 19.05.2018, 22:45 ***


  Reha- abeglehnt!   Louli 4.8.20, 18:10
  Re: Reha- abeglehnt!   Holzkopf 4.8.20, 20:32
  Re: Reha- abeglehnt!   Louli 5.8.20, 10:32
  Re: Reha- abeglehnt!   Jasmin2 5.8.20, 14:10
  Sehnsucht   Harmonie64 3.8.20, 14:22
  Trauer- und Liebe(slied) III   Sammy2009 1.8.20, 06:21
  Hallo   Eliza64 29.7.20, 12:12
  Re: Hallo   Jasmin2 31.7.20, 10:15
  Und doch...   Sammy2009 27.7.20, 03:12
  "normal"    Makrachi 13.7.20, 20:47
  Re: "normal"    Heike18 13.7.20, 21:42
  Re: "normal"    Tertu 13.7.20, 22:53
  Re: "normal"    Ela1995 14.7.20, 23:10
  Re: "normal"    RenisMann 19.7.20, 19:50
  Ehrenamtlicher Zuverdienst?   finchen5 3.7.20, 10:50
  Re: Ehrenamtlicher Zuverdienst?   Ullili 3.7.20, 23:41
  Vor 15 Jahren...   Sammy2009 2.7.20, 15:09
  Re: Vor 15 Jahren...   cs65 2.7.20, 16:18
  Re: Vor 15 Jahren...   Sammy2009 3.7.20, 09:45
  Re: Vor 15 Jahren...   Ollichka 2.7.20, 21:23
  Re: Vor 15 Jahren...   Sammy2009 3.7.20, 09:52
  Re: Vor 15 Jahren...   Heike18 2.7.20, 21:26
  Re: Vor 15 Jahren...   Sammy2009 3.7.20, 09:56
  Trauer und Liebeslied   Mause 30.6.20, 18:38
  Re: Trauer und Liebeslied   blackeyes 30.6.20, 19:07
  Schon wieder verwitwet   Till69 25.6.20, 09:41
  Re: Schon wieder verwitwet   RehTse 25.6.20, 15:10
  Re: Schon wieder verwitwet   Aufbruch 25.6.20, 18:17
  Re: Schon wieder verwitwet   Holzkopf 26.6.20, 08:15
  Re: Schon wieder verwitwet   Ela1995 28.6.20, 18:59
  Es ist gerade alles zu viel :-(((   M-1981 24.6.20, 11:49
  Ein wahrer Schlusssatz   Sammy2009 21.6.20, 19:57
  Ein seltsames Gefühl   Ela1995 11.6.20, 17:17
  Re: Ein seltsames Gefühl   elke1402 14.6.20, 00:22
  Re: Ein seltsames Gefühl   wombel69 14.6.20, 16:08
  Re: Ein seltsames Gefühl   Heike18 14.6.20, 23:06
  Re: Ein seltsames Gefühl   Andy58 22.6.20, 12:30
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  Re: Trauer und der Alltag   conny2 10.6.20, 10:34
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  Re: Ruhe?   lilawitwe 9.5.20, 10:20
  Re: Ruhe?   M-1981 13.5.20, 06:12
  Re: Ruhe?   Carlchen65 9.5.20, 10:49
  Aus dem Leben, aus dem Alltag   Idealist 6.5.20, 23:24
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  Trauer und Liebe(slied) II   conny2 31.3.20, 19:17
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  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Sammy2009 19.6.20, 00:04
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   conny2 17.6.20, 12:16
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Sammy2009 15.6.20, 16:26
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Sammy2009 15.6.20, 12:28
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   conny2 15.6.20, 11:23
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Sammy2009 13.6.20, 22:36
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   blackeyes 13.6.20, 19:20
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Sammy2009 13.6.20, 14:22
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   blackeyes 13.6.20, 12:50
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  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Nafets 12.6.20, 01:06
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  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Sammy2009 31.5.20, 22:51
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  Re: Trauer und Liebe(slied) II   legi 28.5.20, 16:21
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  Re: Trauer und Liebe(slied) II   Nafets 27.5.20, 23:44
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   blackeyes 27.5.20, 21:13
  Re: Trauer und Liebe(slied) II   conny2 27.5.20, 17:59
  MV Wochenende 2020   Carlchen65 29.3.20, 19:23
  Re: Kostenloser Mini-Kurs    RenisMann 27.3.20, 14:41
  Was können wir für euch tun?   Oliver 21.3.20, 14:07
  Re: Was können wir für euch tun?   cs65 21.3.20, 15:22
  Re: Was der Tod bewirken kann   Beate68 16.3.20, 20:39
  Was der Tod bewirken kann   Holzkopf 13.3.20, 19:19
  Re: Was der Tod bewirken kann   Holzkopf 13.3.20, 20:04
  Re: Was der Tod bewirken kann   maks2708 14.3.20, 07:04
  Re: Was der Tod bewirken kann   Harmonie64 14.3.20, 10:11
  Re: Was der Tod bewirken kann   maks2708 14.3.20, 13:37
  Re: Was der Tod bewirken kann   Nafets 14.3.20, 15:09
  Re: Was der Tod bewirken kann   Heike18 14.3.20, 20:57
  Re: Was der Tod bewirken kann   utel55 15.3.20, 08:31
  Re: Was der Tod bewirken kann   MoniL 15.3.20, 14:39
  Re: Was der Tod bewirken kann   Harmonie64 14.3.20, 20:21
  Re: Was der Tod bewirken kann   conny2 15.3.20, 12:46
  Re: Was der Tod bewirken kann   Nafets 15.3.20, 15:33
  Re: Was der Tod bewirken kann   conny2 15.3.20, 19:50
  Re: Was der Tod bewirken kann   Nafets 16.3.20, 11:12
  Re: Was der Tod bewirken kann   Sammy2009 15.3.20, 17:39
  Re: Was der Tod bewirken kann   Holzkopf 16.3.20, 21:31



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